Herr Doktor, wie geht's eigentlich deinem Nachwuchs... ich hoffe sie leidet nicht zu sehr unter dem Lichtmangel. Aber ich vermute der wird durch ausreichende Pflege und Aufmersamkeit wett gemacht =) ... die Dokumentation geht voran? Oder gab es zwischen drin nochmal Probleme?
Ich hoffe ja das Beste für die Kleine und das sie prächtig wächst. Aber so, wie ich sie in Erinnerung habe, hat sie sich ja wunderbar entwickelt...
Zur Motivation kannste ja das hier ausdrucken und ihr hinhängen =) ....
Dann hat sie wenigstens ein Vorbild aus der Heimat... und es ist ja immer gut, wenn die Kleinen ein vorbildliches Idol haben und sich nicht am Sukkulent von der Nachbarfensterbank orientieren, ... also jetzt nichts gegen Sukkulenten, nein, aber du weiszt ja, dass die manchmal etwas ... na eben einfach nicht der richtige Umgang für so ein junges Früchtchen....
Hier sieht man auch mal, wie grosz die hier werden...
Allerdings muss ich ja sagen...
....ich weisz ja nicht so recht, was ich von dem hiesigen Modell zur Entwicklung des Nachwuchses halten soll. Ja schon, sie sind hier unter ihres Gleichen und haben perfekte Bedingungen. Aber irgendwie erinnert mich dass auch ein wenig an Marzahn und Plattenbauten... eine neben der anderen, dicht an dicht im Einheitsstil... aber gut, wer bin ich denn schon das beurteilen zu können, denn eins muss man einfach zugeben: Das Endprodukt hier ist un-er-reicht ...... OMNOMNOMNOM
In diesem Sinne, Herr Doktor, frohes Flegen und immer eine Hand voll Wasser in der Erde
26 November 2011
Den Palangeskanal runter ... und wieda hoch
So, als nächstes Stand die schon für gestern geplante Tour den Palanges Kanal runter an. Der Kanal is, glaube ich, 600km lang und verläuft die ganze Zeit entlang der Küste. Wurde seinerzeit von Michél Le Baguette gebuddelt und hat den Zweck Waren zu transportieren. Z.B. die Vanille von der Nordostküste zu einer der Eisenbahnlinien ins Hochland oder zu einer der Hafenstädte. Das ganze ist auf dem Indischen Ozean wegen Wind, Wetter, Strömungen, Riffen und der Gleichen relativ kompliziert und gefährlich - daher auch so ein auf den ersten Blick eher sinnlos wirkendes Mammutprojekt, einen Kanal entlang der Küste zu bauen.
Schon gleich am Anfang wurde ich von jemand angesprochen, der Touren macht. Ich hatte nicht ganz verstanden, ob das nun so'n Touri-Ding wird, aber zwecks Ermangelung an Alternativen und meiner geplanten Rückfahrt nach Fianar für den nächsten Tag, habe ich das dann angenommen. Während ich noch gemütlich meinen zweiten Kaffe ausgeschlürft habe, hat er noch einen englischen Guide organisiert.
Mora mora [kein Stress] - der Guide kam dann auch irgendwann und dann sind wir los Richtung Kanal. Coolio, ich war der einzige - ergo doch kein Touri-Ding [also klar, schon Touri, aber eben keine andern Weiszbrote =) ]... Um zum Boot zu kommen, mussten wir erstmal durch ein kleines, ursprüngliches Fischerdorf. [Fotos ganz unten] Das wird jedes mal während der Zyklonsaison verlassen und die Leute gehen dann in die Stadt, weil der Kanal ewig weit über die Ufer steigt ... und wenn das Wasser wieder weg is, wird's wieda neu aufgebaut. Auch cool mal das zu sehn, weil ich wäre da ja nie alleine hingelatscht, man einfach so aus der Stadt raus und in irgendso'n abgelegenes Dorf [also nicht weil es gefährlich is oder so, aber ich hätte nie erwartet, dass da noch irgendwas spannendes kommt]
Hier sind die beiden Ruderer, während sie das Essen für mich vorbereiten. Vorher bin ich mit dem englischen Guide noch am Indischen Ozean rumgelaufen [das Dorf liegt zwar auf der Kanalseite ist aber auch nur 100m vom Ozean entfernt] und lecker Litschis als Vorspeise gefuttert.
...und [oben] mein Anblick beim Essen in die andere Richtung. Schön im Schatten der Palmen, auf einer Bastmatte mit einem groszen Topf voll Reis, einer groszen Schüssel Salat, lecker Salsa, einem Teller mit drei gegrillten Fischen, Baguette, einem Teller voll gekochter, extremst lecker angemachter Fischhälfen [nicht auf dem Foto] und einer kompletten Ananas [nicht auf dem Bild] .... ... und alles für mich alleine .... öhm - Whut? Meine Mannschaft meint ich solle denn man schön reinhaun und ziehn sich auf ihre Bastmatte [wo sie gekocht ham] zurück und essen da Reis mit irgendwas... Ich werfe einen Blick auf mein Festmahl und schätze meine Magengrösze ab... okay, also lade ich sie nochmal explizit ein, mit mir zu essen. Punkt eins is meins viel leckerer und Punkt zwei viel zu viel [mal abgesehn davon, dass sie es ja auch gekocht haben und ich es auch doof finde da alleine zu essen] - Nix zu machn, "Nö nö, iss du ma, des is deins, wir bleiben hier." Oh-kaay ... nagut; andere Länder andre Sitten. Das mach ich das nächste Mal beim WG-Kochen auch, wenn Besuch da is: Essen machen und dann mit trocken Brot und meinen Mit-WGlern in mein Zimmer gehn und den Besuch inner Küche lassen *HAHA*
Naja, um mich rum liefen glückliche Freilandhühner. Ich genoss das Essen. Und als ich fertig war, wurde dann abgeräumt und der Rest an die schon in gebührendem Abstand wartenden Dorfkinder verteilt - Na immerhin!
Schon gleich am Anfang wurde ich von jemand angesprochen, der Touren macht. Ich hatte nicht ganz verstanden, ob das nun so'n Touri-Ding wird, aber zwecks Ermangelung an Alternativen und meiner geplanten Rückfahrt nach Fianar für den nächsten Tag, habe ich das dann angenommen. Während ich noch gemütlich meinen zweiten Kaffe ausgeschlürft habe, hat er noch einen englischen Guide organisiert.
Das is das Stadtzentrum von Manakara...
hier eine der wenigen asphaltierten Straszen =)
Mora mora [kein Stress] - der Guide kam dann auch irgendwann und dann sind wir los Richtung Kanal. Coolio, ich war der einzige - ergo doch kein Touri-Ding [also klar, schon Touri, aber eben keine andern Weiszbrote =) ]... Um zum Boot zu kommen, mussten wir erstmal durch ein kleines, ursprüngliches Fischerdorf. [Fotos ganz unten] Das wird jedes mal während der Zyklonsaison verlassen und die Leute gehen dann in die Stadt, weil der Kanal ewig weit über die Ufer steigt ... und wenn das Wasser wieder weg is, wird's wieda neu aufgebaut. Auch cool mal das zu sehn, weil ich wäre da ja nie alleine hingelatscht, man einfach so aus der Stadt raus und in irgendso'n abgelegenes Dorf [also nicht weil es gefährlich is oder so, aber ich hätte nie erwartet, dass da noch irgendwas spannendes kommt]
...neulich im Kanal [Gustav]
Meine Mannschaft bestand dann aus 2 Ruderern,
meinem malagassischen Guide,
meinem englischen Guide
und meiner Wenigkeit.
Kein schlechter Service =)
Dann ging's los den Kanal runter...
...erstmal zum chinesischen Friedhof.
Es gibt da eine relativ grosze chinesische Gemeinde
in Manakara und die ham sich dann einfach
mal ihren Friedhof direkt annen Indischen Ozean gebaut.
Hier möchte man doch mal verscharrt werden,
wenn's soweit ist.
Hier noch ein Fischerdorf.
Die wohnen etwas höher und bleiben daher das
ganze Jahr... und ham eigentlich auch schon Steinhäuser
für sich entdeckt, aber mein Guide war ehrlich
genug zu erwähnen, dass die Touris, das
aber so ham woll wie's is =)
[Randnotiz: Aber irgendwie war ich auch das einzige Weiszbrot da]
Hier sind die beiden Ruderer, während sie das Essen für mich vorbereiten. Vorher bin ich mit dem englischen Guide noch am Indischen Ozean rumgelaufen [das Dorf liegt zwar auf der Kanalseite ist aber auch nur 100m vom Ozean entfernt] und lecker Litschis als Vorspeise gefuttert.
Mein Ausblick beim Essen in die eine Richtung...
...und [oben] mein Anblick beim Essen in die andere Richtung. Schön im Schatten der Palmen, auf einer Bastmatte mit einem groszen Topf voll Reis, einer groszen Schüssel Salat, lecker Salsa, einem Teller mit drei gegrillten Fischen, Baguette, einem Teller voll gekochter, extremst lecker angemachter Fischhälfen [nicht auf dem Foto] und einer kompletten Ananas [nicht auf dem Bild] .... ... und alles für mich alleine .... öhm - Whut? Meine Mannschaft meint ich solle denn man schön reinhaun und ziehn sich auf ihre Bastmatte [wo sie gekocht ham] zurück und essen da Reis mit irgendwas... Ich werfe einen Blick auf mein Festmahl und schätze meine Magengrösze ab... okay, also lade ich sie nochmal explizit ein, mit mir zu essen. Punkt eins is meins viel leckerer und Punkt zwei viel zu viel [mal abgesehn davon, dass sie es ja auch gekocht haben und ich es auch doof finde da alleine zu essen] - Nix zu machn, "Nö nö, iss du ma, des is deins, wir bleiben hier." Oh-kaay ... nagut; andere Länder andre Sitten. Das mach ich das nächste Mal beim WG-Kochen auch, wenn Besuch da is: Essen machen und dann mit trocken Brot und meinen Mit-WGlern in mein Zimmer gehn und den Besuch inner Küche lassen *HAHA*
Naja, um mich rum liefen glückliche Freilandhühner. Ich genoss das Essen. Und als ich fertig war, wurde dann abgeräumt und der Rest an die schon in gebührendem Abstand wartenden Dorfkinder verteilt - Na immerhin!
Planschende Kinder im Kanal
Das mit dem Dach is mein Boot
Das 3. Fischerdorf
Mit der von mehreren Zyklonen zerstörten Schule...
die Kinder müssen jetzt halt jeden Tag die 5km nach
Manakara hin und zurück laufen
Carnivore plant
...waiting for revenge...
...but so far no vegetarian came along *hnhn*
Dieses unspëktërkulëre Ding ist Vanille...
also nicht das unspëktërkulëre mit dem Stamm,
sondern das noch viel unspëktërkulërërë Ding,
was den Stamm hochrankt.
Vanilleblüten und -schoten gib's leider nur
im Juli und August, also kann ich da
1000mal an der Vanilleküste sein
- da riecht nichts nach Vanille *hmpf*
Hier werden irgendwelche speziellen Öle und sonstwas destilliert
Und das ist...
joa, das weisz ich auch nicht,
wird teileweise riesengrosz und man kann's essen
bisher noch nicht probiert...
Ye better dun't mess with a cyclone,
my ol' friend, ye better dun't...
Links das is übrigens der Baum des Reisenden
- das Symbol Madagaskars
Reuse, Reuse, Seemann Reuse...
Krebsreusen
überall Zebus, am Ozean, am Kanal,
auf den Straszen, in den Dörfen und Städten,
auf meinem Teller, auf den Geldscheinen,
überall Zebus
Das hier is nochmal das erste Fischerdorf,
was jedes Jahr vom Zyklon abgerissen wird
Und unten eine Spinne...
die Dinger sind das gröszte was ich jemals
in freier Wildbahn gesehen habe,
[also die könnte man nicht mehr, wie damals
das Exemplar in meiner Dusche in Mindo, Ecuador,
einfach mit einer aufgeschnittenen 1.5l-Plasteflasche
fangen, weil man würde ihr unweigerlich
meherere Beine einklemmen,
selbst wenn sie nicht versucht wegzulaufen]
...der Vorteil: ich hab sie bisher nur weit, weit oben
in Straszenlaternen und Stromleitungen gesehen
So, alle 3 zusammen: Manakara - Indischer Ozean
Hmm, Manakara is dann irgendwie langsam echt 3. Welt... kaum asphaltierte Straszen, keinerlei Straszenbeleuchtung [sprich wenn dunkel is, is dunkel... klingt jetzt erstmal logisch aber da is ja noch nicht um 19h Schicht im Schacht ... also is man dann eben in einer kompletten dunklen Stadt unterwegs nur hier und da ein Moppedscheinwerfer und eben ein Restaurant]... Mein Hotel war halt auch an einer Sand-/Lehmstrasze, aber immer noch im Stadtzentrum =)
Eigentlich wollte ich ja dann schon an dem Tag eine Bootstour auf dem Palangeskanal machen [siehe Folgetag], bin dann aber erst mal vor zum Ozean und einfach mal in eine Richtung losgelaufen, weil der Strand bei Manakara doch etwas zugemüllt war...
Und auszerhalb Manakara wurde es dann auch schnell schöner, aber ich war grade so dabei und bin also einfach weiter marschiert. Schön mit den Füszen inner Brandung... aber und zu mal auf's Meer starren oder eins von diesen Quarkbällchen-Gebäckdingern essen und sich die Sonne auf die Haut scheinen lassen.
So, und irgendwann war Nachmittag. Inzwischen war schon garnix mehr ... kein Fischer, keine Häuser, keine angepflanzten Bananen... bis auf obiges Haus. Und ich dachte mir schon: "Geil, hier wohnen..." Aber dann stellte sich raus, das war'n Restaurant.... voll das nette Personal, das mit Abstand saftigste Zebu auf meiner ganzen bisherigen Reise und der Ausblick beim Essen:
Danach war ich dann noch schön im Ozean baden und hab mich dann frisch gestärkt auf Rückweg gemacht...
Häuschen von Reisbauern
...das im Vordergrund sind mal wieda Reisfelder
...ist hier das Hauptnahrungsmittel
Eigentlich wollte ich ja dann schon an dem Tag eine Bootstour auf dem Palangeskanal machen [siehe Folgetag], bin dann aber erst mal vor zum Ozean und einfach mal in eine Richtung losgelaufen, weil der Strand bei Manakara doch etwas zugemüllt war...
Zebus vorne am Strand,
wenn das unser Lebendtransportmastvieh sehen könnte
Und auszerhalb Manakara wurde es dann auch schnell schöner, aber ich war grade so dabei und bin also einfach weiter marschiert. Schön mit den Füszen inner Brandung... aber und zu mal auf's Meer starren oder eins von diesen Quarkbällchen-Gebäckdingern essen und sich die Sonne auf die Haut scheinen lassen.
Meherere 100m hohe Kliffs säumen die Küste....
.... .... .... öhm
Die Einheimischen färben sich die Haare am liebsten blond
und der Seetang seine Fransen pink =)
Einbaum und 2 Palmen
Fischer beim Mittag angeln... bzw. beim
Nach-Hause-Kehren von selbigem
So, und irgendwann war Nachmittag. Inzwischen war schon garnix mehr ... kein Fischer, keine Häuser, keine angepflanzten Bananen... bis auf obiges Haus. Und ich dachte mir schon: "Geil, hier wohnen..." Aber dann stellte sich raus, das war'n Restaurant.... voll das nette Personal, das mit Abstand saftigste Zebu auf meiner ganzen bisherigen Reise und der Ausblick beim Essen:
Danach war ich dann noch schön im Ozean baden und hab mich dann frisch gestärkt auf Rückweg gemacht...
Eisenbahnfahn
So, als nächstes runter zum indischen Ozean. Nach Manakara, schön gemütlich mit der Bahn. Schon am Vortag das Ticket geholt. So spart man sich das Schlange stehen, muss nich ganz so früh da sein. Natürlich 1. Klasse... is zwar etwas tourilastiger aber bei 10 - 14h Zugfahrt und keinen 3 Euro Aufpreis isses mir das Wert. So komm ich sogar noch zum einem kostenlosen Guide, weil eine schwedische Reisegruppe ist mit einheimischen Führer unterwegs und so wird man gleich mal auf Englisch über Verhalten, Ausblicke, Preise, Bettelkinder usw. informiert =)
Doch schon bald beginnt der Bergregenwald. [vaza] Man kann sich da gemütlich an eine der offnen... bzw. fehlenden Türen setzen oder stellen und die Landschaft und den Fahrtwind genieszen. Bevor jetzt jemand auf den Trichter kommt: "Oh, mein Gott, der Junge is da mitten im Djungl und macht da S-Bahn-Surfen..." keine Angst, man konnte sich festhalten und selbst wenn man rausgefallen wäre, hätte man sich aufgerappelt, wäre ein Stückchen hinterher gelaufen und wieder aufgesprungen... repektive einfach bei der nächsten vorbeikommenden Tür wieda eingestiegen... is ja kein D-Zug, nech?
Alle paar Kilometer gibs eine Station, [vaza] wo dann alles mögliche Feil geboten wird: Litschis, Bananen, alles mögliche andere Obst, Gebäck, Fleisch, Kunsthandwerk, usw. usf. etc. p.p. ... [vaza] Kinder betteln um Geld oder leere Flaschen oder Stifte oder Kekse ... in der zweiten Klasse wird emsig aus- und eingestiegen. [vaza] Hin und wieder wird mal ein Cargowaggon an oder abgekuppelt... oder einfach so gewartet. Dann irgendwann Pfeift der Schaffner und tutet die Lok und dann geht's weiter [vaza] [nach ein paar Halten erkennt man sogar welches Pfeifen und Tuten "weiterfahren" bedeutet =) ]
[vaza] Und da habe ich dann [vaza] auch endlich mein erstes Bier auf Madagaskar getrunken [vaza] [jaja, ich hör schon die Unkenrufe von allen Seiten ... *hnhn*]... bisher nie [vaza] Bock oder Zeit oder Bier gehabt. [vaza] Aber zu dem Ausblick, aller, schön in so'nem Zug [vaza] mit Flair bis zum geht-nich-mehr; da ein kühles THB Pilsner. Schönet Ding [vaza] [hab mir dann später gleich noch eins gegönnt =) [vaza]
So, wer sich jetzt wundert was dieses nervige und anstrengende [vaza] die ganze Zeit soll: Das is nich dyslexische Schleichwerbung für schwedische Knäckebrot sondern die madagassische Bezeichnung für ausländisches Weiszbrot [hm, ich fühle Ernsts* stahlblaue Augen für diesen Kalauer auf mir ruhen *unschuldig-guck*]. Und ich musste es an jeder gottverdammten Station tausende Male hören... also gegen Ende. Am Anfang ging das ja noch... aber im Flachland dann. Das sagen die kleinen Kinder zu Weiszen, wenn sie etwas haben wollen. Meist eben leere Flaschen oder Kekse oder Stifte. Und auch wenn man schon zig-mal den Kopf geschüttelt und "Non.... rien;" gesagt hat, ist das noch lange kein Grund aufzuhören und es gibt ja viele Kinder da in den Dörfern und wenn die einmal alle vorbei sind kommen halt die ersten wieder ...ignorieren hilft auch nicht viel. Das Ding ist, die Guides von der Schwedengruppe meinte man solle ihnen garnix geben, weil sie das zum Betteln erzieht. Sie machen das nicht, weil sie es brauchen [z.B. leere Flaschen oder Kugelschreiber] sondern es ist bei denen ein Spiel und das erbettelte wird dann rumgezeigt und wer am meisten hat is der coolste [sogar bei Geld und Essen, geht es nur um das Bekommen an sich]... Und deshalb solle man nix gegen "it educates them into bad people", wie der Guide meinte....
*achso weil ja vermutlich den Berlinern Ernst gar kein Begriff ist und er hier schon das Zweite Mal erwähnt wird, hier mal kurz aus den Bremer Annalen:
Ernst der Lage, Sohn von Albert dem Wahnwitzigen, wurde erstentdeckt von dem Reisenden Two-Beers und durch den Hofnarren und angehenden Ritter Brotlæibschnitzer in spe Ihrer Durchlaucht der 1. der Schwerter Monarchie Untertan gemacht. Ebenda von Ihrer Bärlaucht ernannt zum Arbiter Elegantiarum, Richter des guten Geschmacks [Anmrk. d. Verf.: Trotz seines Hauptwirkungsfeldes in der Küche ihrer Hoheit allerdings nicht als Vorkoster, sondern wie bereits Petronius unter Nero "Geschmack" in Bezug auf Kunst und Humor]
Los geht's Richtung Manakara... Die Bahn wurde seinerzeit von Michél Le Baguette gebaut und das merkt man auch... übelst laut und wacklig [achso, das war jetz natürlich kein Diss gegen Monsieur Manger-L'escargot, sondern weil es aus der Kolonialzeit stammt =)]...aber es läuft und hat richtig geiles Flair. Die Züge selbst wurden von den Schweizer Kollegen gebaut. Insofern steht alles überall sogar auch auf Deutsch. Am genialsten ist das Schild "Erst nach Stillstand des Zuges öffnen" ... nun ja, der Zug hat keine Türen mehr =)
Kurz hinter Fianar immer noch überall Reisfelder
Doch schon bald beginnt der Bergregenwald. [vaza] Man kann sich da gemütlich an eine der offnen... bzw. fehlenden Türen setzen oder stellen und die Landschaft und den Fahrtwind genieszen. Bevor jetzt jemand auf den Trichter kommt: "Oh, mein Gott, der Junge is da mitten im Djungl und macht da S-Bahn-Surfen..." keine Angst, man konnte sich festhalten und selbst wenn man rausgefallen wäre, hätte man sich aufgerappelt, wäre ein Stückchen hinterher gelaufen und wieder aufgesprungen... repektive einfach bei der nächsten vorbeikommenden Tür wieda eingestiegen... is ja kein D-Zug, nech?
Alle paar Kilometer gibs eine Station, [vaza] wo dann alles mögliche Feil geboten wird: Litschis, Bananen, alles mögliche andere Obst, Gebäck, Fleisch, Kunsthandwerk, usw. usf. etc. p.p. ... [vaza] Kinder betteln um Geld oder leere Flaschen oder Stifte oder Kekse ... in der zweiten Klasse wird emsig aus- und eingestiegen. [vaza] Hin und wieder wird mal ein Cargowaggon an oder abgekuppelt... oder einfach so gewartet. Dann irgendwann Pfeift der Schaffner und tutet die Lok und dann geht's weiter [vaza] [nach ein paar Halten erkennt man sogar welches Pfeifen und Tuten "weiterfahren" bedeutet =) ]
Die Ausblicke werden [vaza] auch immer geiler
Auf der Strecke gibts haufenweise Brücken und [vaza] Tunnel...
das muss damals echt'n Akt [vaza] gewesen sein das Ding zu baun...
irgendwie is die maximal erlaubte Steigung knapp über 3°...
und wenn man da so über diese [vaza] seinerzeit noch weitesgehend
unerforschten Regenwaldberge guckt is schon krass
da [vaza] ne passende Strecke durchzubasteln - Respekt
[vaza] Und da habe ich dann [vaza] auch endlich mein erstes Bier auf Madagaskar getrunken [vaza] [jaja, ich hör schon die Unkenrufe von allen Seiten ... *hnhn*]... bisher nie [vaza] Bock oder Zeit oder Bier gehabt. [vaza] Aber zu dem Ausblick, aller, schön in so'nem Zug [vaza] mit Flair bis zum geht-nich-mehr; da ein kühles THB Pilsner. Schönet Ding [vaza] [hab mir dann später gleich noch eins gegönnt =) [vaza]
Je näher [vaza] wir der Küste kommen [vaza] umso trubliger [vaza] wirds....
Und überall an [vaza] Strecke wachsen
[vaza] neben allen möglichen anderen Früchten [vaza]
riesige [vaza] Litschibäume
und [vaza] man kann [vaza] dann frisch [vaza]
gepflückte [vaza] Litschis futtern
OMNOM[vaza]NOMNOM [vaza]
[vaza] Das [vaza] hier [vaza-vaza] is keine Strasze sondern,
eine [vaza] der wenigen Landebahnen [vaza]
der Welt die von einer [vaza] Zugstrecke
gekreuzt [vaza-vaza] werden... auch mal [vaza-vaza] was...
in Leipzig [vaza] hamse extra ne Brücke [vaza]
über die [vaza-vaza] Autobahn gebaut =) [vaza]
So, wer sich jetzt wundert was dieses nervige und anstrengende [vaza] die ganze Zeit soll: Das is nich dyslexische Schleichwerbung für schwedische Knäckebrot sondern die madagassische Bezeichnung für ausländisches Weiszbrot [hm, ich fühle Ernsts* stahlblaue Augen für diesen Kalauer auf mir ruhen *unschuldig-guck*]. Und ich musste es an jeder gottverdammten Station tausende Male hören... also gegen Ende. Am Anfang ging das ja noch... aber im Flachland dann. Das sagen die kleinen Kinder zu Weiszen, wenn sie etwas haben wollen. Meist eben leere Flaschen oder Kekse oder Stifte. Und auch wenn man schon zig-mal den Kopf geschüttelt und "Non.... rien;" gesagt hat, ist das noch lange kein Grund aufzuhören und es gibt ja viele Kinder da in den Dörfern und wenn die einmal alle vorbei sind kommen halt die ersten wieder ...ignorieren hilft auch nicht viel. Das Ding ist, die Guides von der Schwedengruppe meinte man solle ihnen garnix geben, weil sie das zum Betteln erzieht. Sie machen das nicht, weil sie es brauchen [z.B. leere Flaschen oder Kugelschreiber] sondern es ist bei denen ein Spiel und das erbettelte wird dann rumgezeigt und wer am meisten hat is der coolste [sogar bei Geld und Essen, geht es nur um das Bekommen an sich]... Und deshalb solle man nix gegen "it educates them into bad people", wie der Guide meinte....
*achso weil ja vermutlich den Berlinern Ernst gar kein Begriff ist und er hier schon das Zweite Mal erwähnt wird, hier mal kurz aus den Bremer Annalen:
Ernst der Lage, Sohn von Albert dem Wahnwitzigen, wurde erstentdeckt von dem Reisenden Two-Beers und durch den Hofnarren und angehenden Ritter Brotlæibschnitzer in spe Ihrer Durchlaucht der 1. der Schwerter Monarchie Untertan gemacht. Ebenda von Ihrer Bärlaucht ernannt zum Arbiter Elegantiarum, Richter des guten Geschmacks [Anmrk. d. Verf.: Trotz seines Hauptwirkungsfeldes in der Küche ihrer Hoheit allerdings nicht als Vorkoster, sondern wie bereits Petronius unter Nero "Geschmack" in Bezug auf Kunst und Humor]
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