19 Februar 2018

Tasmanien III - Mt Crap


Mt Crap is eine ziemlich markante Landmarke [wusste garnich, dass es das Wort auch im Deutschen gibt], eine der Touriattraktionen und heißt eigentlich Cradle Mountain. Aber unsere Gastgeber hatten für alles Mögliche in Tasmanien eigene Worte und irgendwie hatte sich das dann schnell festgesetzt. Aufgrund des mal wieder ausgiebigen Frühstücks und unserem Rumgetrödele kommen wir erst nach'm Mittag los.

Im Laufe der Zeit werden erst die Felder langsam von Wald und dann von mystischen Totbaumwiesen abgelöst. Hier möchte man echt nicht nachts leigenbleiben. Ich habe mich grade gedanklich schön in diesem Gruselsumpf eingelebt da kommen auch schon die ersten Parkplätze vor dem Nationalpark und reißen mich aus meinen Tagträumen. Alles voll mit Autos und Reisebussen.
Ein wenig beschleicht uns ein ungutes Gefühl.
Also ja, der Berg ist aus wirklich jeder Himmelsrichtung auf der ganzen Insel ausgeschildert und die Unmengen Flyer in den Touri-Infos und das permanente Geerwähne im Internet hätte zu denken geben können, aber die autofreien, einsamen Straßen hierher hatten doch hoffen lassen, dass das nich der Ballermann Tasmaniens is. Najuti mal gucken.
Weil wir für unser Auto einen Parkpass besorgt haben, müssen wir nicht auf den Pöbelparkplätzen halt machen, sondern können bis in den Nationalpark fahren. Eine automatische Schranke mit Kamera und Klingel sorgt dafür, dass das normale Touristenpack auch ja die Shuttlebusse nimmt und nicht mit dem eignen Gefährt durch die Natur kurvt. Ich bekomme ohne weiteres Einlass und kann mir ein Grinsen dann doch nicht verkneifen, als ich im Rückspiegel eine Karre voller Chinesen sehe, die es mir gleich tun woll'n nur leider ohne Parkpass unterwegs und dann doof gucken, warum der weiße Mann mit seinem fetten SUV da rein darf und sie nich. Wobei ich sowieso vermute, dass die Australier bei ihrem ganzen Alltagsrassismus keine Parkpässe an Chinesen, Inder, Araber und Aborigines verkaufen. Die bekommen höchstens alle eine Gratistour nach Manus Island in Nauru... 

Auf dem Weg zu unserem Startpunkt kommen uns auf der engen, kurvigen und meist einspurigen Straße schon mal ordentlich Shuttlebusse entgegen. Immerhin ein paar Leute weniger. Der Parkplatz, von dem unsere Wanderung losgehen soll ist dann zumidnest einigermaßen leer.
Wir suchen uns eine Route aus, schreiben uns ins Bergbuch und wandern los. Am Anfang ist es in der Tat noch ziemlich zugemistet mit Menschen, aber so nach einer halben Stunde, biegen wir von der Hauptroute ab und plötzlich ist da keine Menschenseele mehr...

Hier noch am Anfang: Der Weg rollatorgerecht und alles voll mit Mensc... also gut hier grade mal nich. Und aus den Gesprächen mit Steffi habe ich auch mal wieder ein wenig rausgehört, dass ich da wohl in NZ etwas empfindlich geworden bin - aber ich sehe einfach nicht ein, einen Berg oder eine Bucht mit jemand anders teilen zu müssen: Gibt doch genug Buchten und Berge... Und ich wette, wenn ich in die andere Richtung fotografiert hätte wäre da bestimmt wer... irgendwo... in der Ferne

Dann führt der Weg in einen Moorwald...

...wir fangen an Horrorgeschichtenszenarios zusammen spinnen, wie man nachts von Waldgeistern durch den Sumpf gehetzt wird

Kannst Du über die Wiese abkürzen oder ziehen Dich dann Guhle und Marschserpien in die schwarze Tiefe des Moores mit ihren langen Spinnenarmen?

...naja, und wenn man sich da schonmal so was vorstellt, is ja immer wichtig sich auf zu teilen und einer geht erstmal alleine hinter Matschgrasbüschel auf Toilette. Steffi kommt dann erstaunlich schnell und überzeugend panisch zurück.

...stellt sich raus, sie hat ein paar Blutegel eingesammelt. Hätte ich jetzt nich gedacht, dass Steffi ihren größten Schreck bei der ganzen tödlichen Fauna in Australien ausgerechnet von kleinen Würmchen bekommt, die anderswo zur Blutreinigung medizinisch eingesetzt werden. Aber eins muss man ihnen lassen: Sie sind echt enormst agil und absolut unkaputtbar

Ein weiteres Tier auf der Liste und die Wanderung wird erstaunlich zügig fortgeführt um aus dem Horrorwald zu kommen.

Irgendwann wird's lichter und wir sehen ein Etappenziel [die Klippe da hinten]

Nach dem Scheitern seinerzeit auf dem Berg in Cairns [nach dem Tauchurlaub, ca. Mitte hier] habe ich diesmal Unmengen Wasser mitgenommen. Und? Was is diesmal? Ein Bach nach dem andern...

Nach einer Weile hören Bäume und Büsche auf und wir sind in einer wunderbar kargen Landschaft. Das is ja so neben Dschungel meine absolute Lieblingsumgebung. Die Luft kühl und trotzdem merkt man, dass die Sonne in Australien um einiges stärker ist als sonstwo. Endlose Weite, so wie in mei'm Kopp. Beeindruckend, faszinierend...


Auch die Wege werden immer verwilderter und verwunschener..

...und teils sind es mehr kleine Bäche mit Miniwasserfällen

Die zwei Muselmuppets vor Mt Crap. Trotz SPF 50+ geht nicht ohne Tuch auf'm Kopf.

Steffi trägt Felstarn um den Moorgeistern ein Schnippchen zu schlagen. Die können nämlich nur bunte Northface-Jacken erknnen

Weit unter uns die Enchanted Crater Lakes

360° oberfette Endlosigkeit, alta

Auch Mutter Natur kann Reflection Pools bauen... also so halbwegs

...und selbst hier oben auf der Hochebene reichlich Wasser. Irgendwie alles total unaustralisch. Nix mit Outback, Hinterland oder Bush

Leider etwas zu weit abseits zum Füße reinhalten... und wahrscheinlich auch voll mit Hochlandnymphen... ... ... Hmm .... ...

Erinnert mich irgendwie an Amiland

Moosmuster, Flechtenflecken, Tümpelteiche, Krautkräuseln und Gestrüppgewächse...

Irgendwie sieht das so ein bisschen wie Miniaturlandschaften aus: Verzweigte Seen zwischen undurchdringlichen Auenwäldern

Meter hoher neuseeländischer Flachs säumt die Ufer umgeben von riesigen, windgezehrten Pohutukawabäumen... und ich fliege mit einem Hubschrauber drüber hinweg... oder aber marschiere als übergroßer Troll hindurch ... Hmmm, habe vielleicht doch trotz Tuch und Sonnencréme ein leichten Sonnenstich bekommen =)

Mt Crap kommt langsam näher

Schroffe Felsnadeln ragen in den Himmel

Noch mehr Bonsaiwald... machen sich die Japaner endlos viel Mühe mit und hier wächst das aus Spaß anna Freude

Wem das alles ein wenig zu karg is: Hier etwas Farbe

Vorteil, davon dass wir so spät los sind ist, dass wie wirklich fast niemanden auf der Wanderung begegnen. Aber leider kommen wir dadurch auch nicht mehr auf den Mt Crap rauf... Also rauf wären wir wohl noch ohne Weiteres gekommen und hätten dann ein wunderbaren Sonnenuntergang genießen können, während um uns rum langsam die Dunkelheit und die Schimären aufziehen...

Insorfern is das das finale Foto. Macht ja auch mehr Sinn, wenn man den Berg auf dem Foto sieht anstatt jetz nur ewig endlos Landschaft, wa?

Hatte ich schonmal die Miniaturwälder erwähnt? ... Sorry

 Runter geht es einen anderen Weg als hoch. Mit noch mehr und noch größeren Crater Lakes

Das Panorama ist 180°... also einmal Cratersee um uns rum

Dann schlängelt sich der Weg wieder weg in Richtung unseres ersten See, diesmal geht es steil runter in den Krater rein, nachdem wir auf dem Hinweg oben den Kraterrand lang sind... 

Da drüben auf dem Grat auf der anderen Seite sind wir vorhin lang

Der Weg führt ein wenig zwischen Steilklippen schnell Richtung See


...und so steigt das Höhenwachstum der Pflanzen wieder an und binnen kurzer Zeit sind wir in einem weiteren Typus Buschwald morbus mortalis morituri

...und endlich unten am See

Das Wasser is leicht rötlich... die Einen sagen vom Eisenoxid, die Anderen von den Tränen der Amphibienmonster, welche aus dem Blut argloser Wanderer bestehen...

...ähm, sorry, ich meine irgendwas mit ramontische Abendstimmung-Bla

Unser Auto steht da irgendwo in der Mitte, wo die Bäume anfangen... Na bitte, ein Katzensprung

Aber selbst auf dem letzten Stück hören die Überraschungen nicht auf... einfach mal so ein Stück neuseeländischer Urwald mit Wasserfall... weil Tasmanien es eben kann - so.

Da wachsen dann auch einfach mal Bäume auf Bäumen... Ich mein komm, jetz is ma echt Schluss mit Kuriositäten: Epiphytenbäume?
 Wir sind schon fast wieder am Auto, da werden wir von einem Schild abgelenkt...

Wombatkacke? Und dafür nur 25h wandern? Na, das können wir uns doch nicht entgehen lassen

...und in der Tat, nach 24 1/2 Stunden entdecken einen potentiellen Verursacher uuuuuuuuund...

Tadaaaaa! Jetzt haben wir alles gesehen.


 Pünktlich mit untergehender Sonne sind wir zurück am Auto und machen uns auf dem Rückweg, wo bereits ein Abendmahl und kühles Bier auf die müden Wanderer warten....

Hmm, From Dusk Till Dawn? Vampirkängurus? Und die Sonne ist bereits am Untergehen...

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Das letzte Foto is von Steffi, der Rest von mir

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Der nächste und gleichzeitig letzte Tasmanien Post "Der wilde Westen" folgt hoffentlich diese Woche. Aber ich will's mal lieber nicht versprechen. Im Notfall die danach...


15 Februar 2018

Tasmanien II - Devonport & Drumrum

Hatte ja im letzten Post versprochen, diesmal Devonport und Mt Crap zu machen. Habe aber grade enorme Probleme die Anzahl der Fotos von Mt Crap auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Also kommt jetzt erstmal nur Devonport plus Umgebung und der nächste Post wird dann unnötig viele Fotos von Mt Crap enthalten...

Der Doktor hat Karten gewünscht, also hier als kleine Orientierungshilfe eine alte Seefahrerkarte von Abel Tasman ...

Hobart und Maria Island im letzten Post // Diesmal Devonport und Umgebung // Nächster Post wird Mt Crap // Und als letztes wird dann der wilde Westen kommen


So, also, um an den letzten Post anzuknüpfen, was sollte Tasmanien noch großartig Beeindruckendes bieten können?

Kommen am frühen Abend in Devonport an. Wie ich zu Freunden in Tasmanien komme, würde jetzt hier ein wenig zu weit führen. Aber wenn ihr mal fremde Leute zu Besuch habt in eurer Stadt, zeigt ihnen doch ein wenig was von eurer Gastfreundschaft und eurer Heimat und vielleicht zahlt sich das dann ein Dutzend Jahre später aus ...und wenn nicht, habt ihr immerhin jemanden gezeigt warum eure Stadt geil is. ... .... ... Blablabla...

Erstmal gibt es die obligatorische Führung durch's Haus mit obligatorischem Bier...

Blick vom riesigen oberen Deck auf Devonport mit Hafen links und der Spirit of Tasmania [rote Fähre auf dem Weg nach Melbourne] und rechts der Ozean [Bass Strait]

Das hätte ich jetzt eigentlich mehr in Deutschland erwartet: Glasschiebetür zwischen Garage und [zukünftiger] Man-Cave, damit Auto und Motorad auch mit Fußball gucken können.
Wir residieren in einem Zimmer mit wunderschönem eigenen Bad und riesigem Bett. Allerdings entschuldigen unsere Gastgeber mehrfach, dass es ja so klein sei und wenn wir das nächste mal kämen und das Haus ist fertig renoviert, dann müssten wir auch nicht so beengt hausen... Hier sei erwähnt: Unser Zimmer ist nur unwesentlich kleiner als mein Zimmer in Auckland. Dann wird erstmal dick Essen aufgetischt - ganz australisch BBQ...

Sicher stellen, dass keiner mit hungirgem Magen später ins Bett geht und alles übelst lecker...

Dann wird auf dem oberen Deck in der milden Abendluft bei ein paar weiteren Bierchen geplant, was man die nächsten Tage alles machen könnte.

So macht Urlaubsplanung doch Spaß...

Einen Schlüssel bekommen wir auch, falls wir was alleine machen wollen und erst spät nachts wieder kommen. Wir sollen schmutzige Wäsche morgen früh rauspacken, damit die gewaschen werden kann und sollen uns noch entscheiden, was wir denn gerne zum Frühstück hätten...

Am nächsten Morgen gibt es dann zum wach werden frischen Kaffe, der wie von Zauberhand genau in dem Moment fertig ist, als wir aus dem Zimmer tappern. Dazu einen frisch gepressten Smoothie-Saft, um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken.


Bei schönstem Sonnenschein wird dann draußen gefrühstückt auf dem unteren Deck [ich habe das Foto gewählt, weil es da so aussieht als würde ich auch mal was tun]

Die Frühstückseier werden, für jeden nach Wunsch, natürlich auch auf'm Grill gemacht & dazu angebratene Tomaten und allerlei leckeres Zeugs und noch mehr Kaffe.

Steffi bekommt langsam ein schlechtes Gefühl, weil wir so betüddelt werden und keinen Finger rühren müssen. Zum Glück bin ich Einzelkind und teile diese Sorge nicht. Außerdem habe ich eine Aufgabe bekommen: Der Hausherr reagiert leicht empfindlich auf zuviel Luft in seiner Bierflasche und die Frage, ob ich ihm eins mitbringen solle, sei ja wohl etwas überflüssig - in der Zeit könne ich ja längst schon auf'm Weg zum Beer-Fridge sein und Nachschub organisieren. Ab Tag 3 bin ich dann auch für das Befüllen des Kühlschranks zuständig: Schließlich sei warmes Bier ja wohl fast genauso schlimm wie leeres und warum das noch nicht geschehen sei bei je 3 Bier vor Lagerleerstand. [Ja, der Hausherr kann sehr streng sein... Ü ]
Und ich mein, bei einer so wichtigen Aufgabe am Abend, kann ich mir ja tagsüber etwas Ruhe gönnen auch ohne schlechtes Gewissen - is ja Urlaub.

Für den ersten Tag is dann eine kleine Tour zur Leven Gorge geplant ['Gorge' ist in Australien eine Schlucht]. Heute nur zu zweit, da unsere Gastgeber ein paar Sachen zu erledigen haben.
Auf dem Weg dahin nehmen wir noch einen etwas spärlichen Wasserfall mit. Immerhin ist aber schonmal erstaunlich, dass es anstatt des permanenten trockenen Eukalyptuswaldes auch einige urwaldartige Flecken zu geben scheint.

Habe ich auch noch nicht gesehen: Bei dem Farn wachsen die Babyfarne auf den Blattspitzen. Und für'n Neuseeländer sind Farnneuheiten eher selten...

Irgendwann entdecken wir unsere erste Schlange... chillt in der Sonne am Straßenrand... etwas später sieht Steffi auch noch eine lebendige aber die ist schon ins Unterholz geschlängelt bevor ich zurücksetzen kann...

In Anbetracht der zwei Schlangen im direkten Umfeld des Leven-Gorge-Wanderweges und dem Fakt, dass ich nur Sandaletten mit habe, wird mir doch etwas mulmig. Aber nu sind wa schonmal hier und ich mein: Was soll schon passiern, wa?
Später lernen wir von unseren Gastgebern, dass das mit den Schlangen in Tasmanien total einfach ist, im Gegensatz zu den unzähligen Spinnenarten: Es gibt vier Schlangenarten und alle sind tödlich giftig. Beschließe in Zukunft geschlossenes Schuhwerk zu tragen.

Erst klettern wir runter in die Schlucht rein...

Je weiter wir runter kommen, je urwaldiger wird die Natur...

Irgendwann führt eine Brücke in luftiger Höhe über den Fluss unten... wollte Steffi als Größenreferenz runter schicken, aber das wurde abgelehnt... Stellt euch das also einfach ganz groß vor
Steffi bleibt bei der Brücke und ich gucke nochmal mal schnell ein Stückchen den Wanderweg weiter, was denn da hinter der Flussbiegung kommt...

Irgendwann sieht es dann aus, wie in NZ...

Zu meinem großen Erstaunen geht hinter der Flussbiegung der Fluss weiter... so, so

Mein Vorhaben um die Ecke zurück zu klettern und Steffi auf der Brücke zu winken, scheitert an einem minimalen Rest von gesundem Menschenverstand ... der Zweig da zwischen den Steinchen im Wasser ist ein ausgewachsener Baumstamm und das Gefälle der Felsen seht ihre ja... och, nee, Du, muss nich sein...

Auch der Wanderweg selber erinnert hier etwas mehr an NZ... schön naturbelassen und mal nicht kinderwagenfreundlich

Zurück an der Brücke hat Steffi eine Monsterlibelle entdeckt...

Auf dem Weg zum Wanderweg ans obere Ende der Schlucht entdecken wir noch ein putziges Echidna .... Wallabys sind quasi zu ständigen Begleitern geworden... also Fauna is wirklich ordentlich hier

Irgendwo da unten hinter der Ecke war ich eben noch. Also dafür, das Tasmanien so klein is, haben die doch ein ziemlich krasses Relief

Dann ist auch irgendwie schon Abend und wir fahren zurück. Ich muss mich allerdings beim Fahren echt zurücknehmen, weil Steffi schlecht wird. Ist in NZ selbst auf den 8h-Touren nie passiert obwohl ich in Tassie gefühlt vorsichtiger Fahre. Allerdings merkt man grade in den Kurven eben doch den krassen Unterschied zwischen einem 20 Jahre altem Kombi und einem modernen SUV. Dummerweise haben sie es aber noch nicht gut hinbekommen die auf den Körper wirkenden Beschleunigungen zu eliminieren... Brumm Wruuummmmm Nöön Ü

Nächster Tag ist dann geführte Tour mit unseren Gastgebern. Alles gut durchgeplant, volles Programm.
Wie jeden Morgen beginnt auch dieser Tag mit Kaffee pünktlich zum wach werden und Smoothie, gefolgt von einem opulentem Frühstück auf der Terrasse. Ein riesiger Schirm ist auch schon besorgt, weil wir am Morgen davor der Aussage zugestimmt hatten, dass es in der direkten Sonne schon ein wenig heiß und grell sei. Fiel so nebenbei im Gespräch... aber das sei ja kein Zustand, dass wir da so darben müssen, ergo wurde sofort Abhilfe geschaffen. Leider ist es etwas zu windig für den Schirm, also werden in den nächsten Tagen Sandsäcke besorgt, aber nicht heute. Schließlich ist heute unsere Tour und wir hätten ja Urlaub und könnten uns ja da nicht um so'ne weltlichen Kleinigkeiten kümmern.
Bin langsam echt froh mit meiner Bier-Nachfüll-&-Kühlschrank-Auffüll-Aufgabe, weil Steffi muss wirklich 100% Urlaub machen und kann sich davon gar keine Pause gönnen.

Der Plan ist: In der Nähe Kunst angucken [außerdem gibt es dort laut Brian einen guten Pub], dann ein Foto vor dem Ortschild von Nowhere Else [außerdem gibt es auf dem Weg dahin laut Brian ein guten Pub], dann Ciderverköstigung [außerdem gibt es da in der Nähe laut Brian noch eine weitere gute Cidery], abends dann Pinguine in Burnie angucken [wo es am Hafen laut Brian auch einen guten Pub gibt] und hier und da auf dem Weg noch anhalten [weil es hier und da laut Brian auch noch gute Pubs gibt]. Steffi und ich können mit dem Plan ganz gut Leben, da die arme Terese die Rolle des Fahrers übernimmt.

An unserem ersten Halt ist quasi jede Wand des Ortes bemalt und zusätzlich gibt es noch eine große Outdoorgalerie

Wer's nich sofort bemerkt hat: Guckt euch das Bild einfach mal 'ne Weile an... Sollte schon irgendwann auffallen. Ich find's fett

Straßenkunst über Straßenkunst aus der Sicht eines Straßenkünstlers
Während sich die anderen mit diesem Kunstgedöns auseinander setzen, versuche ich mich mit den Einheimischen anzufreunden... Btw., die sich in der Scheibe spiegelnde Fotografin habe ich erst beim Betrachten des Fotos bemerkt. Das war da alles so gut gemacht, dass man bei vielen Sachen bestimmt 'ne Menge genialer Details übersehen hat

Dann erstmal in den örtlichen Pub ....und natürlich für die weitere Fahrt noch ein paar Roadies

Where you wanna live? ... Generell sind die Tasmanier relativ kreativ bei Orts- und Straßennamen. So zum Bsp. "Smith and others Street"

Nach der langen Fahrt erstmal eine ordentliche Ciderverköstigung... Steffi sieht aus, als hätte sie einen unsichtbaren Strohhalm ... oder einfach als hätte sie schon ein paar von den Brettern intus

Bei der anderen Cidery nehme ich mir gleich mal eine Flasche mit - so gut is der da... wie ihr also schon ahnt, auch mit Verköstigung

Auf der Tour leider das einzige Platypus [Schnabeltier], was wir sehen werden

Dann noch eine Wanderung zu einem Leuchtturm




Da es schon langsam spät wird, lassen wir einige gute Pubs aus und fahren nach Burnie zu den Pinguinen...


Tasmanischer Humor oder viel chinesische Kundschaft?

Babypinguin wartet darauf, dass Muddern und Vaddern endlich mal antanzen und ein wenig Fisch hochwürgen... So'ne Speckschicht füllt sich ja nicht von alleine

Weil die Kolonie immer größer wurde, hat die Stadtverwaltung auch irgendwann so eine Art Neubausiedlung bauen lassen. Mit Betonhütte neben Betonhütte... und auch hier warten viele hungrige Pingus auf Futter

Gibt auch einen Pinguin zum anfassen... Der is total ruhig... Lässt sich ewig auf dem Arm halten ... Kann man streicheln ... der zuckt nicht mal... also auch schon sehr lange nicht mehr und wird auch nicht mehr so schnell zucken


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Und so verbringen wir die Tage mit kleinen Touren. Alleine oder zusammen. Essen den besten Räucherfisch wo jibt und weitere kulinarische Highlights. Werden umsorgt und gehätschelt. Fahren auch mal über Nacht weg. Aber irgendwie zieht es uns immer wieder zurück nach so einer Nacht Camping im Auto ohne Smoothie am morgen...

Achso, apropos geile Straßennamen... Guckt mal wie die Hauptverkehrsroute da im Norden Tasmaniens heißt:



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Dieser Post is nicht ganz korrekt, was den zeitlichen Ablauf angeht und überlappt mit den folgenden Posts ["Mt Crap" und "Der wilde Westen"]. Aber um da ein bisschen Erzählstruktur reinzubringen, habe ich mir mal die Freiheit genommen. Und ihr müsst ja sowieso dit janze Seemannsgarn hier so hinnehm', wa?

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Fotos sind von Steffi, Terese und mir.

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Posts 3 und 4 kommen vermutlich am WE oder nächste Woche.