Hatte ja im letzten Post versprochen, diesmal Devonport und Mt Crap zu machen. Habe aber grade enorme Probleme die Anzahl der Fotos von Mt Crap auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Also kommt jetzt erstmal nur Devonport plus Umgebung und der nächste Post wird dann unnötig viele Fotos von Mt Crap enthalten...
Der Doktor hat Karten gewünscht, also hier als kleine Orientierungshilfe eine alte Seefahrerkarte von Abel Tasman ...
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| Hobart und Maria Island im letzten Post // Diesmal Devonport und Umgebung // Nächster Post wird Mt Crap // Und als letztes wird dann der wilde Westen kommen |
So, also, um an den letzten Post anzuknüpfen, was sollte Tasmanien noch großartig Beeindruckendes bieten können?
Kommen am frühen Abend in Devonport an. Wie ich zu Freunden in Tasmanien komme, würde jetzt hier ein wenig zu weit führen. Aber wenn ihr mal fremde Leute zu Besuch habt in eurer Stadt, zeigt ihnen doch ein wenig was von eurer Gastfreundschaft und eurer Heimat und vielleicht zahlt sich das dann ein Dutzend Jahre später aus ...und wenn nicht, habt ihr immerhin jemanden gezeigt warum eure Stadt geil is. ... .... ... Blablabla...
Erstmal gibt es die obligatorische Führung durch's Haus mit obligatorischem Bier...
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| Blick vom riesigen oberen Deck auf Devonport mit Hafen links und der Spirit of Tasmania [rote Fähre auf dem Weg nach Melbourne] und rechts der Ozean [Bass Strait] |
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| Das hätte ich jetzt eigentlich mehr in Deutschland erwartet: Glasschiebetür zwischen Garage und [zukünftiger] Man-Cave, damit Auto und Motorad auch mit Fußball gucken können. |
Wir residieren in einem Zimmer mit wunderschönem eigenen Bad und riesigem Bett. Allerdings entschuldigen unsere Gastgeber mehrfach, dass es ja so klein sei und wenn wir das nächste mal kämen und das Haus ist fertig renoviert, dann müssten wir auch nicht so beengt hausen... Hier sei erwähnt: Unser Zimmer ist nur unwesentlich kleiner als mein Zimmer in Auckland. Dann wird erstmal dick Essen aufgetischt - ganz australisch BBQ...
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| Sicher stellen, dass keiner mit hungirgem Magen später ins Bett geht und alles übelst lecker... |
Dann wird auf dem oberen Deck in der milden Abendluft bei ein paar weiteren Bierchen geplant, was man die nächsten Tage alles machen könnte.
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| So macht Urlaubsplanung doch Spaß... |
Einen Schlüssel bekommen wir auch, falls wir was alleine machen wollen und erst spät nachts wieder kommen. Wir sollen schmutzige Wäsche morgen früh rauspacken, damit die gewaschen werden kann und sollen uns noch entscheiden, was wir denn gerne zum Frühstück hätten...
Am nächsten Morgen gibt es dann zum wach werden frischen Kaffe, der wie von Zauberhand genau in dem Moment fertig ist, als wir aus dem Zimmer tappern. Dazu einen frisch gepressten Smoothie-Saft, um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken.
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| Bei schönstem Sonnenschein wird dann draußen gefrühstückt auf dem unteren Deck [ich habe das Foto gewählt, weil es da so aussieht als würde ich auch mal was tun] |
Die Frühstückseier werden, für jeden nach Wunsch, natürlich auch auf'm Grill gemacht & dazu angebratene Tomaten und allerlei leckeres Zeugs und noch mehr Kaffe.
Steffi bekommt langsam ein schlechtes Gefühl, weil wir so betüddelt werden und keinen Finger rühren müssen. Zum Glück bin ich Einzelkind und teile diese Sorge nicht. Außerdem habe ich eine Aufgabe bekommen: Der Hausherr reagiert leicht empfindlich auf zuviel Luft in seiner Bierflasche und die Frage, ob ich ihm eins mitbringen solle, sei ja wohl etwas überflüssig - in der Zeit könne ich ja längst schon auf'm Weg zum Beer-Fridge sein und Nachschub organisieren. Ab Tag 3 bin ich dann auch für das Befüllen des Kühlschranks zuständig: Schließlich sei warmes Bier ja wohl fast genauso schlimm wie leeres und warum das noch nicht geschehen sei bei je 3 Bier vor Lagerleerstand. [Ja, der Hausherr kann sehr streng sein... Ü ]
Und ich mein, bei einer so wichtigen Aufgabe am Abend, kann ich mir ja tagsüber etwas Ruhe gönnen auch ohne schlechtes Gewissen - is ja Urlaub.
Für den ersten Tag is dann eine kleine Tour zur Leven Gorge geplant ['Gorge' ist in Australien eine Schlucht]. Heute nur zu zweit, da unsere Gastgeber ein paar Sachen zu erledigen haben.
Auf dem Weg dahin nehmen wir noch einen etwas spärlichen Wasserfall mit. Immerhin ist aber schonmal erstaunlich, dass es anstatt des permanenten trockenen Eukalyptuswaldes auch einige urwaldartige Flecken zu geben scheint.
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| Habe ich auch noch nicht gesehen: Bei dem Farn wachsen die Babyfarne auf den Blattspitzen. Und für'n Neuseeländer sind Farnneuheiten eher selten... |
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| Irgendwann entdecken wir unsere erste Schlange... chillt in der Sonne am Straßenrand... etwas später sieht Steffi auch noch eine lebendige aber die ist schon ins Unterholz geschlängelt bevor ich zurücksetzen kann... |
In Anbetracht der zwei Schlangen im direkten Umfeld des Leven-Gorge-Wanderweges und dem Fakt, dass ich nur Sandaletten mit habe, wird mir doch etwas mulmig. Aber nu sind wa schonmal hier und ich mein: Was soll schon passiern, wa?
Später lernen wir von unseren Gastgebern, dass das mit den Schlangen in Tasmanien total einfach ist, im Gegensatz zu den unzähligen Spinnenarten: Es gibt vier Schlangenarten und alle sind tödlich giftig. Beschließe in Zukunft geschlossenes Schuhwerk zu tragen.
Erst klettern wir runter in die Schlucht rein...
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| Je weiter wir runter kommen, je urwaldiger wird die Natur... |
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| Irgendwann führt eine Brücke in luftiger Höhe über den Fluss unten... wollte Steffi als Größenreferenz runter schicken, aber das wurde abgelehnt... Stellt euch das also einfach ganz groß vor |
Steffi bleibt bei der Brücke und ich gucke nochmal mal schnell ein Stückchen den Wanderweg weiter, was denn da hinter der Flussbiegung kommt...
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| Irgendwann sieht es dann aus, wie in NZ... |
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| Zu meinem großen Erstaunen geht hinter der Flussbiegung der Fluss weiter... so, so |
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| Mein Vorhaben um die Ecke zurück zu klettern und Steffi auf der Brücke zu winken, scheitert an einem minimalen Rest von gesundem Menschenverstand ... der Zweig da zwischen den Steinchen im Wasser ist ein ausgewachsener Baumstamm und das Gefälle der Felsen seht ihre ja... och, nee, Du, muss nich sein... |
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| Auch der Wanderweg selber erinnert hier etwas mehr an NZ... schön naturbelassen und mal nicht kinderwagenfreundlich |
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| Zurück an der Brücke hat Steffi eine Monsterlibelle entdeckt... |
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| Auf dem Weg zum Wanderweg ans obere Ende der Schlucht entdecken wir noch ein putziges Echidna .... Wallabys sind quasi zu ständigen Begleitern geworden... also Fauna is wirklich ordentlich hier |
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| Irgendwo da unten hinter der Ecke war ich eben noch. Also dafür, das Tasmanien so klein is, haben die doch ein ziemlich krasses Relief |
Dann ist auch irgendwie schon Abend und wir fahren zurück. Ich muss mich allerdings beim Fahren echt zurücknehmen, weil Steffi schlecht wird. Ist in NZ selbst auf den 8h-Touren nie passiert obwohl ich in Tassie gefühlt vorsichtiger Fahre. Allerdings merkt man grade in den Kurven eben doch den krassen Unterschied zwischen einem 20 Jahre altem Kombi und einem modernen SUV. Dummerweise haben sie es aber noch nicht gut hinbekommen die auf den Körper wirkenden Beschleunigungen zu eliminieren... Brumm Wruuummmmm Nöön Ü
Nächster Tag ist dann geführte Tour mit unseren Gastgebern. Alles gut durchgeplant, volles Programm.
Wie jeden Morgen beginnt auch dieser Tag mit Kaffee pünktlich zum wach werden und Smoothie, gefolgt von einem opulentem Frühstück auf der Terrasse. Ein riesiger Schirm ist auch schon besorgt, weil wir am Morgen davor der Aussage zugestimmt hatten, dass es in der direkten Sonne schon ein wenig heiß und grell sei. Fiel so nebenbei im Gespräch... aber das sei ja kein Zustand, dass wir da so darben müssen, ergo wurde sofort Abhilfe geschaffen. Leider ist es etwas zu windig für den Schirm, also werden in den nächsten Tagen Sandsäcke besorgt, aber nicht heute. Schließlich ist heute unsere Tour und wir hätten ja Urlaub und könnten uns ja da nicht um so'ne weltlichen Kleinigkeiten kümmern.
Bin langsam echt froh mit meiner Bier-Nachfüll-&-Kühlschrank-Auffüll-Aufgabe, weil Steffi muss wirklich 100% Urlaub machen und kann sich davon gar keine Pause gönnen.
Der Plan ist: In der Nähe Kunst angucken [außerdem gibt es dort laut Brian einen guten Pub], dann ein Foto vor dem Ortschild von Nowhere Else [außerdem gibt es auf dem Weg dahin laut Brian ein guten Pub], dann Ciderverköstigung [außerdem gibt es da in der Nähe laut Brian noch eine weitere gute Cidery], abends dann Pinguine in Burnie angucken [wo es am Hafen laut Brian auch einen guten Pub gibt] und hier und da auf dem Weg noch anhalten [weil es hier und da laut Brian auch noch gute Pubs gibt]. Steffi und ich können mit dem Plan ganz gut Leben, da die arme Terese die Rolle des Fahrers übernimmt.
An unserem ersten Halt ist quasi jede Wand des Ortes bemalt und zusätzlich gibt es noch eine große Outdoorgalerie
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| Wer's nich sofort bemerkt hat: Guckt euch das Bild einfach mal 'ne Weile an... Sollte schon irgendwann auffallen. Ich find's fett |
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| Straßenkunst über Straßenkunst aus der Sicht eines Straßenkünstlers |
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| Während sich die anderen mit diesem Kunstgedöns auseinander setzen, versuche ich mich mit den Einheimischen anzufreunden... Btw., die sich in der Scheibe spiegelnde Fotografin habe ich erst beim Betrachten des Fotos bemerkt. Das war da alles so gut gemacht, dass man bei vielen Sachen bestimmt 'ne Menge genialer Details übersehen hat |
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| Dann erstmal in den örtlichen Pub ....und natürlich für die weitere Fahrt noch ein paar Roadies |
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| Where you wanna live? ... Generell sind die Tasmanier relativ kreativ bei Orts- und Straßennamen. So zum Bsp. "Smith and others Street" |
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| Nach der langen Fahrt erstmal eine ordentliche Ciderverköstigung... Steffi sieht aus, als hätte sie einen unsichtbaren Strohhalm ... oder einfach als hätte sie schon ein paar von den Brettern intus |
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| Bei der anderen Cidery nehme ich mir gleich mal eine Flasche mit - so gut is der da... wie ihr also schon ahnt, auch mit Verköstigung |
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| Auf der Tour leider das einzige Platypus [Schnabeltier], was wir sehen werden |
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| Dann noch eine Wanderung zu einem Leuchtturm |
Da es schon langsam spät wird, lassen wir einige gute Pubs aus und fahren nach Burnie zu den Pinguinen...
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| Tasmanischer Humor oder viel chinesische Kundschaft? |
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| Babypinguin wartet darauf, dass Muddern und Vaddern endlich mal antanzen und ein wenig Fisch hochwürgen... So'ne Speckschicht füllt sich ja nicht von alleine |
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| Weil die Kolonie immer größer wurde, hat die Stadtverwaltung auch irgendwann so eine Art Neubausiedlung bauen lassen. Mit Betonhütte neben Betonhütte... und auch hier warten viele hungrige Pingus auf Futter |
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| Gibt auch einen Pinguin zum anfassen... Der is total ruhig... Lässt sich ewig auf dem Arm halten ... Kann man streicheln ... der zuckt nicht mal... also auch schon sehr lange nicht mehr und wird auch nicht mehr so schnell zucken |
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Und so verbringen wir die Tage mit kleinen Touren. Alleine oder zusammen. Essen den besten Räucherfisch wo jibt und weitere kulinarische Highlights. Werden umsorgt und gehätschelt. Fahren auch mal über Nacht weg. Aber irgendwie zieht es uns immer wieder zurück nach so einer Nacht Camping im Auto ohne Smoothie am morgen...
Achso, apropos geile Straßennamen... Guckt mal wie die Hauptverkehrsroute da im Norden Tasmaniens heißt:
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Dieser Post is nicht ganz
korrekt, was den zeitlichen Ablauf angeht und überlappt mit den
folgenden Posts ["Mt Crap" und "Der wilde Westen"]. Aber um da ein bisschen
Erzählstruktur reinzubringen, habe ich mir mal die Freiheit genommen.
Und ihr müsst ja sowieso dit janze Seemannsgarn hier so hinnehm', wa?
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Fotos sind von Steffi, Terese und mir.
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Posts 3 und 4 kommen vermutlich am WE oder nächste Woche.