Als Geburtstagsgeschenk für Marie hatte ich einfach die ersten Tage in Bolivien organisiert und übernommen, damit sie einfach ankommen kann und erstmal genießen und dann gucken wir worauf wir so Lust haben und wie es weiter geht.
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Da ich jetzt die Karte nicht am Anfang jeden Posts haben möchte, is hier einfach einmal die Karte der ganzen Tour und wer möchte muss dann eben bei späteren Posts nochmal hierher zurück kommen
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Wir landen am Flughafen von Santa Cruz de la Sierra. Na mal gucken, wie hier is mit Geld bekommen. Wir gehen zu einem Geldautomaten. Er spuckt einen relativ hohen Betrag mit durchaus akzeptablen Gebühren aus. Oha, so geht es also auch. Dann mit Taxi erstmal zum Hotel. Da Santa Cruz laut meiner Recherche nicht herausstechend besonders ist, aber es bis zu dem Ort, womit ich Marie eigentlich überraschen möchte doch ein Stückchen ist und man in Lateinamerika nichts schnell-schnell planen sollte [Todo es posible, nada es seguro - Alles ist möglich, nichts ist sicher], habe ich für die erste Nacht ein einfaches Hotel möglichst nah am Zentrum von Santa Cruz gebucht. Ist sauber und ordentlich, für uns mehr als ausreichend nobel [wir sind da beide relativ einfach] und mit freundlichem Personal: Also erfüllt alle Anforderungen an die erste Nacht hier.
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Sogar mit Aussicht durch das orange getönte Fenster...
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...und einem Pool, den wir sogar ganz für uns haben. Wir beide sind nicht wirklich Poolmenschen, aber hey, jetzt haben wir den schon mal also trinken wir da ein Bierchen und gehen eine Runde schwimmen
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...dann ziehen wir los uns ein wenig die Stadt angucken. Bolivien fühlt sich gleich schon weitaus mehr nach Lateinamerika an, als Buenos Aires. Bolivien ist eins der ärmsten Länder der Region, aber auch eins der sichersten - zumindest was Gewaltkriminalität angeht. Schon damals, bei meinem ersten Besuch war ich total von den Bolivianern und ihrer Mentalität begeistert. Damals war ich ja nur in La Paz und am Titicacasee, aber nach den sehr aufdringlichen Peruanern, die einen auf Schritt und Tritt haben spüren lassen, dass man für sie nur ein wandelndes Dollarzeichen is, um alles feilschen und dann auch noch total undeutlich Sprechen, waren die ruhigen, stolzen Bolivianer ein Segen. Preise sind Preise und man muss nicht um jede Tomate drei Stunden handeln. Man wird nicht permanent zugelappt oder verarscht.
Offiziell schimpft sich das Land "Plurinationaler Staat Bolivien", weil die Bolivianer Stolz auf ihre vielfältige Herkunft sind [Aymara, Quechua und so weiter] und im Verhältnis zu den Nachbarländern war Bolivien auch ziemlich friedlich, was sie leider eine Menge Land und jeglichen Zugang zum Meer gekostet hat. Und klar gab's und gib's auch hier ordentlich Tumulte, Aufstände und Dergleichen, aber is ja schließlich auch immernoch Lateinamerika, sonst wäre ja langweilig.
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Zentraler Plaza mit großer Kirche... Halten wir fest, wir sind in einer lateinamerikanischen Stadt
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Santa Cruz hat in der Tat nicht viel Herausstechendes zu bieten, aber ist trotzdem angenehm angenehm. Wir lassen uns ein wenig treiben, kaufen ein wenig ein und besorgen uns was zu essen
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Also zum Ankommen und Engewöhnen echt okay...
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...hat alles was man so erwartet, aber das Soll wird jetzt auch nicht übererfüllt...
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Kirche ist wie immer schnieke
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Wir erkundigen uns noch wo die Minibusse nach Samaipata abfahren. Da soll dann Maries eigentliches Geburtstagsgeschenk sein. Eine feste Uhrzeit für die Abfahrt gibt es nicht, sie fahren wenn sie voll sind. Aber sie fahren - mehr brauchen wir nicht, wir sind ja im Urlaub. Und so läuft es auch am nächsten Tag. Wir tingeln da hin, laden die Taschen ab, besorgen uns etwas zu Essen für die Fahrt und nicht allzu lange später braust der Minibus [besonders Mini für große Europäer] los Richtung Samaipata. Irgendwann verwandeln sich die langweiligen Vororte und Felder in spannende, relativ unberührte Natur an steilen Berghängen. Dann schmeißt uns der Minibus in Samaipata raus. Erster Eindruck: Schick irgendwie, aber auch gleichzeitig noch sehr einfach.
Laufen oder Taxi? Wir wollen uns einfach mal was gönnen. War dann auch ganz gut: Das Taxi holpert doch ein kleines Stückchen aus dem Städtchen, eine ziemlich steile Straße hoch, links und rechts kläffen die Köter und vor allem wäre uns nicht wirklich ersichtlich gewesen, wo wir lang gemusst hätten.
Und zu meiner Freude ist unsere Unterkunft in der Tat so, wie ich sie mir erhofft habe...
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Während unser Häuschen noch fertig gemacht wird bekommen wir erstmal einen Salat aus dem eigenen Garten [die Blumen kann man auch essen]
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...unsere Unterkunft hat alles was wir brauchen...
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...eine kleine Hütte etwas abseits nur für uns.
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Auf dem Hügel dahinter erstreckt sich ein endloser "Garten" [eher ein Naturschutzgebiet von der Art und Größe her] mit Wanderwegen einen Berg hoch, die wir erstmal erkunden.
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Immer wieder beeindruckend wie groß die Blüten von Agaven werden
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Das da hinten im Tal ist Samaipata. Ihr seht also, der Garten ist ordentlich groß
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Schnell gewinnen wir an Höhe
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Eine vielfältige Flora... eine interessante Mischung aus Dschungelgewirr und Wüstenbewuchs
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Man ist nie zu alt für Pusteblumen
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Ganz oben entdecken wir einen Thron. Also besteige ich ihn und kröne mich mit der zuvor gesammelten heiligen Papaya zum Rey del Mundo, Don Gregorio el Grande... Und schaue verzückt über meine außerordentlich üppigen Ländereien und emsigen Untertanen zu meinen Füßen. Soll mir mal hier einer streitig machen, den Titel, ha!
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Aber die haben nicht nur diesen riesigen botanischen Garten da, sondern rund um das Restaurant herum gibt es einen ebenfalls erstaunlich großen Obst- und Gemüsegarten. In dem wird nicht nur alles Grünzeugs für das Restaurant angebaut, sondern die Gäste dürfen sich da auch bedienen. Und da wir eine Küche im Häuschen haben, haben wir genau das vor...
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Ein kleiner Teil des Garten. Es gibt hier so endlos viele Sorten Salate, Kräuter, Gemüse, Gewürze, Chilis, Obste... und alles total schön angelegt
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Aber erstmal wollen wir nochmal kurz in die Stadt, uns ein wenig Samaipata angucken und was zu Essen einkaufen.
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Samaipata ist nicht nur erheblich kleiner als Santa Cruz, sondern auch erheblich einfacher. Außer um den zentralen Plaza gibt es kaum asphaltierte Straßen
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...dafür ist es um einiges schöner, hübscher, niedlicher? Wie auch immer, man ist hier einfach gernerer
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Überall kleine putzige Umfeldverbesserungsmaßnahmen. Man merkt, die Leute wohnen gerne in ihrer Stadt.
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Und selbst wenn mal etwas ein wenig runter gekommen ist... guckt euch mal den Kakteengarten auf der Mauer an... irgendein kleines Highlight entdeckt man immer
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Und auch nachts büßt die Stadt nichts von ihrer Kreativität ein, mit einfach Mitteln den Ort echt wohnlich zu machen
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Auf dem zentralen Plaza tummeln sich viele Einheimische und die üblichen Demonstranten schwingen Reden und spielen alle möglichen Arbeiterkampfrevolutionslieder... Also die Demonstranten sind eher Besetzer, die da rumsitzen und vermutlich gegen kapitalistische Besatzer demonstrieren. Irgendwie so, aber das scheint in Bolivien [grade?] en vogue zu sein. In den urigen, gemütlichen, verwinkelten Bars mit ihren Dachterrassen drumrum findet man eher einige Touristen und ziemlich viele Auswanderer, bzw. Work-&-Traveller. In den Randbezirken wird es noch etwas einfacher und weniger kunstvoll, aber auch nicht schäbig. Es gibt einige kleine Läden und anstatt Supermärkten gibt es hier überdachte Märkte: Ziemlich große Hallen mit langen Reihen kleiner Stände sortiert nach Angebot: Obst und Gemüse, Backwaren, Fleisch & Käse, Krimskrams, Klamotten, Haushaltswaren, Elektro-Allerlei-Irgendwas. Und an jedem Stand sitzt dann meist eine alte Muddi und bietet ihre Waren feil.
Der Weg zurück zur Unterkunft is für mich die absolute Hölle. Überall auf den Grundstücken widerliche Wachköter und teilweise sind die Zäune nicht wirklich dicht. Dazu streckenweise sehr, sehr dunkel. Mehrfach mache ich mir komplett ins Hemd und würde am liebsten weinend zusammen brechen. Erlaubt Marie aber nich. Also komme ich wie durch ein Wunder doch im sicheren Heim an.
Ich hatte ja die Idee mit Marie noch einen Ausflug in den nahegelegenen Amboró National Park zu machen. Der steht in jedem Reiseführer ganz oben auf der To-Do-Liste. Mit Wanderungen und Kanutouren durch die unterschiedlichen Ökosysteme. Von den hohen Karstbergen bis runter in den Regenwald. Dazu Bilder von atemberaubender Natur und unglaublichen Landschaften. Ich hatte da vorher schonmal einige Optionen rausgesucht, aber erstmal alles relativ ungeplant gelassen, weil das ja Teil von Maries Geburtstagsgeschenk sein sollte und von daher wollte ich ihr die Wahl lassen. Marie hatte sich allerdings entschieden sich von allem überraschen zu lassen. Macht ja auch Sinn: Is ja doof, wenn man sein Geburtstagsgeschenk schon vorher weiß. Also konnte ich überhaupt erst am Vortag von dem Park und seinen Möglichkeiten erzählen. Wir waren schon bei einigen örtlichen Reiseveranstaltern am Vortag, aber irgendwie hatte uns nix so wirklich davon überzeugt. Alles irgendwie so unspektakulär weil man nur in der äußeren Peripheri des Parks bleiben würde und dafür sehr viel Rumgefahre, weil der Park eben doch riesig ist und nur wenige Zugänge hat. Und eins der Highlights war fast immer ein Wald mit riesigen Baumfarnen. Und so sehr ich Baumfarne liebe, aber dafür muss ich hier zu Hause nur aus'm Fenster gucken. Kanu fiel auch flach wegen Trockenzeit. Entweder hätten wir selber ein Auto haben müssen oder viel, viel mehr Zeit einplanen und am Besten noch ein Zelt.
Marie findet alle Optionen doof und ich bin auch nicht wirklich damit zufrieden. Also beschließt Marie den Nationalpark Nationalpark sein zulassen und guckt sich auf der Umgebungskarte von Samaipata einige kleine Highlights raus. Zuerst mal auf einen Hügel/Berg direkt neben Samaipata. Los geht's...
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Also erst dachte ich ja Argentinien wäre die Heimat der Air Plants, aber wenn man sich hier so die Stromleitungen anguckt, scheint Bolivien wohl das Paradies für die zu sein
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Dann geht es steil einige Straßen hoch die so unwegsam sind, dass wir nicht den blassesten Schimmer haben wie die teilweise doch relativ modernen Häuser links und rechts hier hoch gekommen sind. Selbst mit einem 4WD wäre da nix zu machen. War das hier mal besser? Wurde alles von Hand hochgetragen? Es sollte ein Rätsel bleiben.
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Bald sind wir hoch oben über Samaipata und genießen den Ausblick üder das Städtchen und die Amboróparkberge im Hintergrund
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...aber der Weg führt weiter steil nach oben, vorbei an Halbwildpferden und Adlern...
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Dann kommen wir auf eine Hochebene oder zumindest relativ gedehntes Hochland, was sich durch ein breites Hochtal zur nächsten Hügelkette erstreckt und in der Ferne ein tiefes Tal und dahinter ziemlich hohe Berge. Keine Zivilisation, aber viele Wanderwege. Hätten wir jetzt Zelte und ausreichend Proviant mit, könnten wir hier bestimmt tagelang wandern und erkunden.
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Wir folgen der Hügelkette, die sich um Samaipata spannt und entdecken scheinbar alte Felsformationen hier und da mit relativ neuen Feuerstellen. Keine Ahung wie alt die alten Felsforationen sind. Und warum hier jemand teilweise echt fette Brocken kreisförmig angeornet hat. Über eine nicht allzu kleine Fläche wiederholen sich die Steinkreise. War hier mal eine Siedlung?
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Dann schlängeln wir uns wieder runter Richtung Samaipata
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Der Regen hat hier und da kleine Rinnen in die Straße gewaschen
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Dann kommen wir an einem Weingut vorbei und Marie gönnt sich ein Gläschen. Leider ist es ein echtes Weingut ohne Hopfen-Gersten-Segment im Angebot also bleiben wir nicht allzu lange
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Dann laufen wir erst zurück nach Samaipata und dann in eine andere Richtung aus der Stadt raus. Dort hat sich Marie ein weiteres kleines Highlight rausgesucht. Ein Refugium für Tiere. Wir bezahlen die paar Pesos Eintritt und überlegen kurz ob das etwa doch mehr ein Zoo ist. Aber zum Glück handelt es sich in der Tat um eine Auffangstation für Tiere.
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Die Schildkröten haben super viel Auslauf, Sonne, Schatten, Verstecke, Wasser, Erde, Schlamm, Pflanzen, Hütten... ich glaube denen geht's gut hier
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Einigen Tieren sieht man an, was los ist und warum sie vermutlich auch nicht zurück können in die Natur [wenn z.B. Gliedmaßen fehlen oder so]. In die geräumigen Gehege mit "freundlichen" Tieren darf sogar rein.
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Freundlicher Hornhirsch hängt mit seinem gechillten Kumpel Wildschwein ab
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Die Papageien sind mit sich beschäftigt und turnen in de riesigen Voliere rum ... ich würde sagen ein gutes Zeichen
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Dann entdecken wir etwas Abseits ein ziemlich verwunschenes Baumhaus
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Oben sitzt man dann mit in den Baumkronen
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Die Geländer der Wendeltreppe um den Baum sind einfach nur total flashig ["abgedreht" für die ältere Generation] ... alles hier schient selbst gebaut... Respekt an die Refugiumerschaffer... wir schnattern später mit ihnen ein wenig und sie sind echt mit Herzblut bei der Sache. Schön sowas zu sehen und weiterhin alles Gute
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5 Pesos für denjenigen, der sich traut dran zu lecken
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Und dann geht der Tag auch schon langsam dem Abend zu und wir machen uns auf den Rückweg
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Auf den allgegenwärtigen Murals ist dieser Langfingeraffe [Maki? ... Mitte und rechts unten] ein immer wiederkehrendes Motiv
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Plan für der Abend: Erst grillen mit Zeugs von den kleinen Marktständen und aus dem Garten von unserem Resort, dann lecker essen und dann Lagerfeuer im Grill und die Dschungelnacht genießen
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Sobald der Grill an ist, kommt auch die Katze vorbei und liegt später ganz zufällig in Grillnähe rum...
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Gesund, bio, lokal, vielfältig, sättigend, exotisch und totaaaal lecker... wofür man im Prenzlauer Berg einen ordentlichen Haufen Penunzen berappen müsste, braucht man hier nur ein paar Pesos und etwas Zeit, das Richtige auszuwählen und dann nach eigenen Wünschen zuzubereiten
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Und das kann ich hier unumwunden zugeben: Marie hat hier echt das richtige Gespür an den Tag gelegt. Bloß keine Tour machen nur weil der Amborópark in jedem Reiseführer als must-do steht. Bestimmt mit viel mehr Zeit und Auto und eigenem Zelt und zur richtigen Jahreszeit ist de Park voll geil... oder man hat eben ganz viel Kohle und lässt sich mit'm Hubschrauber rumfliegen oder so. Aber in unserer Situation war das kleine Abenteuer auf dem Berg und in dem Refugium, viel geiler und authentischer... und wir haben uns das selbst erarbeitet und selbst entdeckt. Langsam fällt mir wieder ein, wie man reist... Bzw., wie ich am gernsten Reise
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Soll ich es wagen, dich zu essen, oh unbekannte Frucht? Wirst du mir geschmackliche Freunden oder geschmacklose Magenschmerzen bereiten? Verzeihung, soll ich dich verzehren, oder es vorziehen zu verzichten?
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Da es den letzten Tag hin und wieder regnet, verbringen wir den Vormittag im Café-Restaurant unserer Unterkunft
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Leider waren wir nicht an einem Tag da, an dem sie den Pizzaofen anschmeißen. Dafür nehmen wir uns für die Tour noch etwas gratis Obst mit, was überall zur Verfügung steht... ebenfalls natürlich alles aus dem Garten
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Wir wollen grade los, da fällt dem Jefé ein, dass wir ja noch garnicht unsere Gratisselektion erlesenster Gewächse aus seinem Garten haben. Man darf sich nicht nur die ganze Zeit selbst nach Gusto bedienen, sondern es gibt auch noch einen Korb mit einer Selektion vom Gärtner zusammen gesucht... und so wird uns noch schnell eine Tüte aus dem Garten kredenzt für die Reise... falls wir Hunger bekommen
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Wir laufen dann Mittags nach Samaipata um unsere Busfahrt weiter zu organisieren...
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...bisher haben wir unterschiedliche Infos, wie wir weiter kommen, denn ein Busterminal gibt es nicht. Einige sagen wir sollen uns einfach um so-und-so-viel-Uhr an die Carretera [Carreteras sind große Überlandstraßen ... Autobahnen in dem Sinne gibt es nicht, aber die Carreteras übernehmen diese Rolle] stellen. Allerdings weichen genauer Ort und Zeit doch um einiges voneinander ab. Wir bekommen aber auch eine Adresse genannt, wo Tickets verkauft werden...
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Frohen Mutes und mit Sack und Pack laufen wir dahin... aber finde mal eine Adresse in Samaipata... auch mit Stadtplan nicht unbedingt einfach
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Hinter diesem Gefährt verbirgt sich dann die Tür mit der Adresse... Die Tür ist nicht weiter spannend, aber das Lastenmoped is schon genial
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Die Tür ist offen, aber niemand da. Wir setzen uns rein. Ein kleiner Wuffi bellt hinter einer anderen Tür. Wir rufen. Nix passiert. Wir warten also. Zumindest ein weiteres Indiz dafür, dass Samaipata ziemlich sicher is, wenn die hier die Türen offen lassen und sehr lange verschwinden. Irgendwann kommt irgendwer. Der kann uns aber keine Tickets verkaufen. Das würde wer anders machen. Die Person sollte eigentlich hier sein. Es wird hin und her telefoniert. Inzwischen kommen immer mehr Reisende, die nach Sucre wollen und auch von dieser Adresse erfahren haben. Irgendwann, nach noch mehr Warten, kommt irgendwer, der irgendwen kennt, der per Telefon ... ach, vergessen wie das war, aber am Ende ruft irgendwer bei einem Busunternehmen in Santa Cruz an, das hier so und so viele Gäste warten. Wir bekommen Tickets, können unsere Taschen da lassen und sollen zu der und der Uhrzeit wieder da sein. Okay, perfecto, alles geritzt...
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Den Nachmittag verbringen wir mit ein paar kühlen, lokalen Bierchen in der Ex-Pat-Kneipe bis zum Abend
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Dann gehen wir zum Ticketbüro. Eine Person führt uns alle zur Carretera. Dort ist erstaunlich viel Verkehr. Und viele große Busse rasen an uns vorbei. Plötzlich wildes Gerufe und Gestikulieren, unsere Sachen werden in den gefühlt fast noch fahrenden Bus geworfen und wir springen auf und beziehen unsere Plätze. Keine Ahnung warum auf einmal diese Eile und auch nicht weiter schlimm, aber schon irgendwie ein Rätsel. Ein Weiteres, welches ein Mysterium bleiben wird. Ich mag reisen... man muss auch nicht immer alles wissen oder verstehen