20 Oktober 2014

Lake Waikaremoana

[Grauer Marker auf der roten Linie]

Dann haben wir uns wieder mit Lara und diesmal Edward getroffen und die Ostküste verlassen um uns aufzumachen Richtung Lake Waikaremoana im Te Urewera Nat'l Park. Da das Visitor Center schon zu hatte, haben wir uns erstmal einen Campingplatz am Lake Waikaremoana gesucht [eine der DOC-Campsites, wo man für wenig Geld mit viel Natur und wenig bis keiner Zivilisation mitten im Nat'l Park campen kann]. Wunderschön da, nur das Lagerfeuer war ein wenig rauchig wegen dem ganzen nassen Holz. Aber am nächsten morgen ham denn doch nich schlecht geguckt: Alles voll mit Raureif... ergo waren nachts wohl Minusgrade. Aber kaum kam die Sonne über den Berg gekrochen, war auch schon wieder warm und nach dem ersten Kaffe von dem Eis nur noch ein leichter Bodennebel über.
Dann sind wir zum Visitor Center: Dort wurde uns erstmal empfohlen vom Lake Waikaremoana wegzuwandern zum Lake Waikareiti - der höchste See in NZ in dem man schwimmen kann und der einzige See in NZ mit einer Insel die einen See hat. Also ging's los. Ein anstrengender Tagesmarsch zur Sandy Bay Hut. Aber die Hütte war echt genial. Weitaus besser als die Pinnacle Hut auf Coromandel: Eine kleine alte Hütte, ein bisschen runtergekommen aber dafür stilecht, wie man es in der Natur erwartet... und wir hatten sie für uns ganz alleine. Also haben wir die Matrazen aus den beiden Schlafräumen einfach in den zentralen Wohnraum geräumt in dem auch der Ofen war und den war schön warm und gemütlich und urig...
Am nächsten Tag sind wir dann mit Ruderbooten zurück. Wir hatten nämlich einen Super-Deal gemacht. Normalerweise bezahlt man für das Mieten der Ruderboote am Lake Waikareiti eine ordentliche Stange Geld [man kann entweder rumwandern, wie wir am Vortag, oder eben einfach rüberrudern zur Hütte]. Aber drei Boote lagen bei der Hütte, weil das letzte Mal konnten die Leute nicht zurück rudern, weil der Wind zu stark war. Also haben wir den DOC-Leuten einen gefallen getan, indem wir ihnen zumindest 2 der Boote zurück gerudert haben, und wir haben dafür die Boote kostenlos bekommen und hatten sogar den Vorteil, einmal wandern zu können und einmal zu rudern - sind also anders zurück als hin gekommen =) ....
Auf dem See sind wir dann erstmal zu der Insel mit dem See gerudert. Essen durfte man da nich, damit man da keine Essenskrümel hinterläst, die dann wieder Säugetiere anlocken. Also haben wir nach unser Exkursion zum See im See einfach vor der Insel geankert und unsere Essenskrümel ins Boot gekrümelt. So Rudern is auf Dauer doch ganz schön anstregend, alldieweil der Wind auch nicht wirklich auf unserer Seite war. Aber wir hatten ja ein 4-Ruder-Ruderboot und 3 Mann an Board [es hielten sich Gerüchte, dass einer der Männer eine Frau ist, aber da zeigte sich ja im nachhinein dass dem nicht so war - schließlich sind wir nicht im Sturm gekentert oder wurden von Seeungeheuern verschlungen]... also konnten wir uns hin und wieder abwechseln, dass je einer rumguckt und die andern beiden rudern.
Den Rest zurück zum Lake Waikaremoana ging's hauptsächlich bergab also ging uns das relativ einfach von der Sohle...


Blick auf den Lake Waikaremoana

Da, der Beweis: Eis aufm Auto am ersten Morgen aufm Mokau Camp Ground *brrrrrrr*

Wanderung zur Sandy Bay Hut

Podocarpeenwald mit Epiphyten

Lake Waikareiti... ab hier könnten wir mit dem Boot rüberfahren, aber unsere Boote warten drüben an der Hütte



Stehen auf Wurzeln... Podocarpeen


Angekommen-Kaffe in der Sandy Bay Hut... und unsere Ruderboote... In der Mitte der Hauptraum mit Ofen und rechts und links die Schlafräume

Unser Boot [Team Tobi-Sonni-Greg] mit entsprechender Gallionsfigur Skull & [Hip] Bones

Das Wussi-Team rudert schonmal los, damit sie überhaupt ne Chnace haben... wir kochen uns erstmal n Kaffe

Uuuund 1 uuuund 2 uuuund ziiieht uuuund ziiieht...

Edward meinte, dass man mit Rudern rausfinden kann, ob man als Päärchen zusammen passt... Tobi und ich sind nach der Theorie das Beste Päärchen =)

Insel im Lake Waikareiti ...voll die Pirateninsel mit Skull & Bones Schild am Geheimeingang

Käptn Grege erkundet erstmal die Umgebung...

...um Hinweise auf den Piratenschatz zufinden...

...als da wären: Der verwunschene See auf der Insel...

...Lake Waikareiti um die Insel...

...und die Crew auf der Insel...

...und wie wir alle wissen ist der größte Schatz ein gutes Mittagessen... das gab's dann aufm See im Boot, damit keine Marder auf die Insel gelockt werden von eventuellen Futterresten

Weg zurück zum Visitor Center

Fluss nahe dem Visitor Center


Wasserfall 1.5km vom Visitor Center entfernt...

Mit etwas Klettern über glitschige Felsen und druch Fluss kommt man sogar an den Fuß des Wasserfalls



Mazda Werbefoto... weiß jemand den Mazda Slogan??

Ausblick über den Lake Waikaremoana vom kostenlosen DOC Campingplatz aus... auf die Klippen schön mit Frühnebel überm See

Black Swans... with little fluffy swansies

Die Nacht danach haben wi dann auf einem DOC-Campigplatz geschlaffen, der sogar kostenlos war... direkt am See wieder... man konnte auch wieder Feuer machen. Keine Ahnung warum da ein gratis DOC-Campingplatz war aber umso besser [Note: Also der andere war 6 NZ$ pro Person ...also auch nich wirklich teuer]... Die Nacht lief das mit dem Feuer auch schon etwas besser. Und denn am nächsten morgen haben wir uns auf gemacht zur einer Klippe die ca. 600m über den See ragt [bis 1181m üNN]. Die is Teil eines der Great Walks, aber wir haben einfach aus dem spannenstens Teil des Great Walks eine Tagestour gemacht [weil die Hütten auf den Great Walks kackenteuer sind].

Wenn ihr nochmal 2 Bilder hochscrollt... das mit dem Nebel überm See: Das war mehr oder weniger unsere Strecke. Relativ gleichmäßiger Anstieg immer am Rand der Klippe... wobei unser Meinung nach das irgendwie steiler war als es auf dem Bild aussieht... irgendwie mehr Wurzelklettern und viele kleine Hügel noch auf der "Rampe"....


Da der Wanderweg fast die ganze Zeit an der Klippe lang führte hatte man alle paar Meter geile Ausguckse übern See

Meine Ansage war: Guckt mal alle so kaputt wie ihr seid... 2 Leute hams nich ganz begriffen und machen einen auf gestellt gut gelaunt  =)



Hier sieht man ganz gut wie weit der Regen einzelne Sandstein bzw. Mudstoneschichten ausgewaschen hat

Die Klippe die wir lang wandern

Plötzlich dann: Toter Wald

...und Wüste: Der Bald Knob

600m weiter unten: Der See

Ab dem Bald Knob geht die Mountain Range landeinwärts weiter

Tobi und ich bei der Mittagspause

Sonnis Ausblick

Sonni anna Klippe... Und ich meinte noch: "Geh da nich so nah ran... wenn du runter fällst... das is voll gefährlich..."

...ähm... das is Photoshop... also ich war die ganze Zeit min-des-tens 10m von der Klippe entfernt

Bekommt man Lust auf Base Jumpen... obwohl dazu is der See dann doch zu kalt



Hui, Windböen überm See



Dann am Abend wieda auf'n kostenlosen DOC-Campingplatz und am nächsten Morgen vor der Tour weiter nach Rotorua noch eine kleine 2 - 3 stündige Höhlenwanderung [Onepoto Cave Walk]... mit viel selber erkunden und rumklettern ....wenn man erstmal dran gewöhnt is, kommt man ohne seinen täglichen Walk garnich mehr richtig aus'm Schlaf-Modus =)

Eine der unzähligen Onepotohöhlen

Auf der einen Seite inne Höhle rein und auf der anderen Seite plötzlich in einem märchenhaften Canyon raus


Danach ab inss Auto und nach Rotorua. Das is NZs bekannteste Thermalgegend mit heißen Quellen überall und so. Der State Highway dahin war mal wieda ein einspuriger enger Gravelroad [Kieselsteinstraße... wie sagt man auf deutsch?] ...sehr kurvig und nur berg-auf-berg-ab... macht mir ja am meisten Spaß zu fahren, obwohl da 40km/h schon schnell is [also nich für die Kiwis]... aber fetzt einfach viel viel mehr als normale Landstraße.
In Rotorua haben wir uns dann erstmal einen gratis Hot Pool gesucht. Und wir haben wohl einen der, vom Prinzip her zumindest, geilsten gefunden: Heißer Fluss mündet in einem natürlichen Pool in kalten Fluss. Also kann man sich seine Wunschtemperatur aussuchen. Oder wechseln zwischen heiß und kalt... Mit der Entdeckung war dann auch die Abendplanung klar:
1) Ausreichend Bier in Rotorua besorgen
2) Campingplatz in der Nähe suchen
3) Schlafplätze vorbereiten
4) Bier und Badehose einpacken
5) Zum Hot Pool laufen
6) Die ganze Nacht maximal zum Biernachschub holen den Pool verlassen
...und deshalb is auch wichtig dasses Flüsse sind, ne? Vastehta, wa? Sonst wär ja irgednwann zwar immernoch warm, aber doch schon irgendwie widerlich, so ne?
Auf den 2km zum Pool sind wir eine Nebenstraße dahin gelaufen und ham dann irgendwann die Kopflampe ausgemacht. Plötzlich gehen 30m vor uns im Gebüsch Scheinwerfer und Alarmleuchte an und fahren auf uns zu. Park Security: "Ob wir zu dem Auto gehören, was da weiter unten parkt." Zum Glück nich, is nämlich no-camping-area und die ham hier sehr empfindliche Strafen, wenn man illegal im Naturschutzgebiet campt. Hat uns trotzdem einen Schrecken eingejagt der gute. Warum da allerdings Jeeps mit riiiesigen Suchscheinwerfern auf dem State Highway unterwegs waren wusste er auch nich. So better don't fuck with DOC, they might be everywhere. =)
Leider waren wir in dem Pool nicht die einzigen mit der Bieridee, aber zum Glück war mehr als genug Platz für uns 3 und die 5 - 6 anderen... Und das ganze hatte noch einen großen Vorteil am Ende: Einer der Poolbesucher hat in der Taverne gearbeitet, wo wie gecampt haben. Und er war nüchtern und mit Pick-Up da... also mussten wir nich die 2km zurücklaufen... Sonni vorne rein, Tobi und ich hinten auffe Ladefläche und dann Mexiko-Style zurück "Ayaiiiiyaiyaiyaiiiiii Arriba!" =)

Autorückseite nach 2h Gravelroad... und dass is nich nur ne dünne Schicht, bei jedem mal Tür zuschmeißen, kamen da lusitge kleine Sandstaublawinen runter gerieselt =)

Ein Mud Pool... nciht zum Baden geeignet... kochend heißer Schlamm... und Literweise Schwefelgas

Blubb blubb blubb

18 Oktober 2014

Anaura Bay & Tolaga Bay

[Gelber Marker auf der Routen Linie]

...nach dem East Cape geht's weiter Richtung Süden. Erst einmal nach Anaura Bay.... Laut dem lokalen Reiseführer die schönste Bucht im Osten. Na denn kiekn wa uns dit doch ma an...

Im Naturschutzgebiet Anaura Bay: Lush coastal forest... and Pacific

So, das könnte ja auch Brandenburg sein - einfach auf'n Waldboden gelegt, damit die Farne und Kiefern etwas größer wirken. Wozu dafür um die halbe Welt reisen, wa?

...na denn packen, wir doch einfach mal einen Referenztobi ins Bild: Nimm das Brandenburg.

Auch die Blumensträuße sind hier etwas anders... damit kann man im Notfall auch einen Bären erschlagen. Steinharte Riesenkienäppel

Speaking of big stuff... auf dem Bild is Sonni... als Referenz, wer sie findet darf staunen, wie groß hier alles wird. PS: Es hilft wenn ihr das Bild anklickt und in voller Auflösung anguckt, weil sonst irrd es echt fast unmöglich

Normaler Wanderweg in NZ: Die orangen Dreiecke markieren, wo man lang klettern muss =)

Den Titel zu dem Bild hat Sonni gesponsort: Never give up!

Flussbett = Wanderweg ...in einem Land wo "Strand = Landstraße" bedeutet nix besonderes... Nur dass so'n natürlicher Fluss fröhlich vor sich hin mäandert, also muss man den auch Zigmal queren: Ohne Brücken... naja, aber das muss man in NZ sowieso können [Flüsse queren], also kann ein wenig Training nicht schaden, damit man nicht immer mit nassen Füßen wandern muss

Jurassic Park feeling... ich hab die ganze Zeit gewartet, dass ein Dino um die Ecke kommt

Stinknormal große Baumfarnblätter

 Und dann gab's in Anaura Bay auch noch einen echt geilen Camping Platz ...ganz für uns alleine.

Danach geht's weiter nach Tolaga Bay... gleich um die Ecke: Mit der längsten Meerbrücke der Südhalbkugel: 660m...

Tobi und Sonni beim Picknicken an der längsten Seebrücke der Südhalbkugel vor imposanten Klippen: Rosamunde Pilcher Style *bwahhahaha*

1997 wurde das Ding für 5,5 Millionen NZ$ renoviert....hmmm nnjaaaa ...immerhin: Sie steht und ist benutzbar, also besser als BER =)

Stürzende, kreuzende Linien, Stahlbeton und Natur, Trutz und Verfall, Ebbe und Flut, Sonne und Schatten... ey, voll die Kunstfotografie, alta, wa ey?

Auch auf der Unterseite haben die Renovatoren den ein oder anderen Schaden übersehen: Auf der anderen Seite, wenn jeder Bauarbeiter am Tag grade mal 6 Bier trinkt, sind 5,5 Millionen NZ$ auch echt zu wenig für 660m Seebrücke =)

Spinne fressen Schnecke... omnomnomnom

In Tolaga Bay probieren wir uns mal wieder im Wildcampen. Auch das is anders im wilden Osten. Eigentlich kostet es und is nur für Camper mit eigner Campingtoilette... aber weil die Campingpermits für dieses Jahr noch nicht da sind, dürfen wir gratis und unser Camperklo sind dann halt die Strandtoiletten =)

Lagerfeuer am Strand unter den Sternen mit Treibholz... sowas geiles... Die Erlaubnis haben wir uns einfach von der Maorifamilie, die woanders am Strand gefeiert hat, geholt.... hier haben eh noch die Maoris das sagen, offizielle Regeln hin oder her... is schließlich ihr Land

Funkenstern