[Grüner Marker auf der Karte links]
So, endlich geht die Reise los. Auto is bis zum Anschlag voll geladen mit 5 Personen, entsprechend Gepäck zum Campen und für mehr-tägige Wandertouren und einem Surfboard oben drauf. Ab geht's nach Coromandel. Die erste Nacht haben wir einfach im Norden der Halbinsel in einem Reservat gepennt. In den Reservaten gib's hier überall sehr einfach gehaltene aber entsprechend billige Campingplätze vom DOC [Umweltschutzbehörde - Department Of Conservation].
Die Naturschutzreservate sind nich nur wegen der Natur extremst geil, sondern so kann ich auch gleich mal meinen Mazda auf Geländetauglichkeit testen - überall nur Gravelroads. Der Nationalpark im Norden von Coromandel is voller riesiger mystischer Bäume die in alle Richtungen wachsen. Und das verregnete Wetter macht das ganze noch gespenstischer.
Dann gehts weiter Richtung Zentrum von Coromandel und wir wagen einen Aufstieg auf den Pinnacle [Felsnadel] inklusive einer Übernachtung in der Pinnacle Hut. Die Pinnacles sind irgendwelche hoch aufragenden Vulkanschlotüberbleibsel. Früher war alles mit riesigen Kauriwäldern bewachsen. Aber weil so'n riesiger Kauribaum eben auch kubikhektarweise Holz enthält wurde der Wald in den 1920ern so mal eben mir nix dir nix abgeholzt, bis dann irgendwann den Kiwis [Neuseeländer - ja Vogel und Frucht heißen auch so, verwechselt hier trotzdem keiner] auffiel: "Ui könnte man ja auch schützen so'n Wald" und jetze versuchen sie da wieder alles aufzuforsten und in 1000 bis 2000 Jahren is dann alles so wie früher. Bis auf die ganzen ausgestorbenen Arten.
Wir da also bei Wind und Wetter hochmarschiert. Wobei wir bei den Wanderungen echt Glück hatten: So wirklich Regen gab's immer nur, kurz bevor wir irgendwo los sind oder nachdem wir ankamen. Auf der Hütte haben wir dann unsere Sachen gelassen und den Endaufstieg auf die Pinnacle gewagt. Erst ein ganz gemütlicher Aufstieg, so mit Stufen und richtigem Weg. Das letzte Stück die Pinnacle hoch war dann doch schon anspruchsvoller. Steckenweise fast senkrecht über Leiter oder Leitersprossen im Gestein bis zu einer kleinen Plattform, ganz oben... also fast ganz oben. Die letzten 3 - 4 Meter zum Gipfel war dann Free-Climbing angesagt. Aber so kurz vorm Gipfel aufgeben geht ja nicht. Ganz oben wurde es dann noch windiger und ich konnte grade noch so einen Blick auf die Täler und die heranrasende Wolkenwand werfen... Bis die anderen oben waren, war auch schon überall Wolke und Regen. Tobi und ich hatten Spaß, die Mädels fanden das eher solala und sind wieder runter auf die Plattform, die im Windschatten lag und deshalb vom waagerechten Regen komplett verschont blieb.
Für das Gipfelbier sind wir dann allerdings doch runter. Während selbiges geleert wurde kamen da immer wieder Kiwis mit Kindern hoch. Das mit den Kindern is hier ganz normal, sobald das Kind laufen kann, bekommt es Outdoorklamotten und einen kleinen Wanderrucksack und muss dann alles mitmachen, was Vaddern und Muddern machen - nix da: "Ahu, auf dem Wanderweg sind keine Absperrungen und jederzeit können Rückwege unpassierbar werden wegen überschwellenden Flüssen. Nicht das klein Malte-Sören was passiert." Wenn so'n Jungspund hier überleben will, muss er halt von selber auf die Idee kommen, dass Klippe-runterfallen schlecht für die Gesundheit ist... Und interessanterweise tun sie das. =)
Naja, auf alle Fälle gucken die Kiwis immer nur kurz ins Grau-in-Grau, relativ unberührt von Windböen und Frontalregen und zogen, dann wieder von dannen, weil die einzigen Wind- und Regengeschützten Plätze von den doofen Touristen besetzt waren. Kaum waren wir mit unserm Gipfelbier fertig und sämtliche Familien schon weider auf dem Abstieg, klarte das Wetter wieder auf. Wir also nochmal kurz hoch auf die Spitze - Blick bis zum Meer ...jaja so schnell kann's gehn in NZ.
Nach'm Abstieg zur Hütte dann noch einen kleinen Abstecher zu einem alten Kauridamm gemacht. Da wurden früher die Fetten Kauristämme aus den Bächen gefischt, die weiter oben nach dem Abhacken in die Bäche reingeschmissen wurden.
Leider sind grade Schulferien, also ganz viele Kiwikinder die bespaßt werden wollen und wie schon erwähnt gehört hier Bergwandern zur guten Erziehung. Die Kinder haben dann mal eben unseren Schlafraum als Spielzimmer und Hüpfburg auserkoren. H-Ö-L-L-E ...niewieder Hütte während Schulferien. Nicht mal den Schlafraum wechseln hätte was gebracht, weil die waren überall.
Dem geneigten Leser mag inzwischen die Frage aufgekommen sein, wieso wir schon schlafen wollten und die Kinder noch so hyperaktiv waren, nach so einem langen Marsch. Und wie meine gewieften Leser schon erahnen mögen, der Unterschied ist nicht Jet-Lag sondern Training: Seit Januar nur im Bürostuhl gesessen versus seit Januar wahrscheinlich fast sämtliche Hütten der Nordinsel erklettert.
Für den Rückweg zum Auto haben wir dann eine andere Route gewählt. Mit ganz am Ende definitiver Flussquerung, wegen Brücke weggespühlt. Und generell sollte sie weitaus matschiger sein. Aber egal, gleichen Weg zurück is öde. War gute Entscheidung, weil nochmal ganz andere Natur - weniger Dschungl, mehr Bergwälder und Wasserfälle die erst fallen und dann wieder zurück geweht werden. Weil Wetter war zwar auf unserer Seite, aber der Wind war immernoch extrem. Gerutsche im Matsch und Flussquerung ham alle super überstanden.
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| Mystische Bäume in Nordcoromandel |
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| Super Scenic Duper Tramp Walk Hike in Nordcoromandel |
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| ...mit entsprechendem Wetter |
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| Regenbogen |
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| Naja, und wenn's abends regnet, denn hockt man halt inner Karre |
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| Da er dieses Bild grade nicht läd, weiß ich nciht was drauf ist.... denkt euch selber n Untertitel und postet ihn unter dem Eintrag... der schönste KOmmentar gewinnt eine Pauamuschel |
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| Troll in a fairy house |
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| Wanderweg hoch zur Pinnacle Hut... standard eben mit Bach und Dschungl |
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| ...und Bach als Weg |
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| Tobi in a fairy... naja, auf alle Fälle liegen da noch einige Überbleibsel aus der Kaurizeit rum... fette Teile |
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| wir alle |
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| Auf dem Weg zur Pinnacle |
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| Die letzten Höhenmeter vor dem Gipfel |
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| So'n bisschen wie Sächsische Schweiz |
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| Der Gipfel |
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| ...und die Aussicht als ich da alleine oben saß, bevor die Regenwand ankam |
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| Sonnis Kommentar dazu dass ich sie dazu gebracht habe da hoch zu klettern |
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| Die Aussicht als dann endlich alle andern oben waren |
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| ...und dann nach dem Gipfelbier |
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| Der Pazifik |
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| Kauridamm |
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| Betten in der Hütte |
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| Rückmarsch von der Hütte am nächsten Tag |
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| Tja, man kann jetzt nciht genau sagen, ob Tobi Sonni ins Wasser stößt oder doch mal nett ist =) |