17 Oktober 2014

East Cape

[Oranger Marker auf der roten Linie]
178,55° Ost ...östlicher geht nicht, also nicht mit meinem Mazda oder zu Fuß... die Datumslinie quasi zum Greifen nah.... aber der Reihe nach, erstmal muss man ja hinkommen

Auf dem Weg Richtung East Cape... Die Landschaft wird rauer. Kaum noch Menschen oder Zivilisation. Man merkt, dass man einem der Enden der Welt näher kommt.


Hier findet man wirklich seine letzte Ruhe... schön am Strand... einziger Nachteil: Die ganze Grabdeko wird dank der permanenten steifen Briese über die gesamte Gegend verteilt.

....und ein wunderschöner Ort zum Pause machen

...Baum auf Baum, ganz kreativ die Natur manchmal

Woran merkst Du, dass Du wirklich in der Pampa gelandet bist? =)


Die letzten paar hundert Meter vor dem East Cape

Am Strand hängen überall Seeleopardenrobben rum... teilweise echt groß. Denen kommt besser nicht zu Nahe. Messerscahrfe Zähne, nicht grade langsam, und grade is Kindersaison

...überall stolpert man drüber... echt gut getarnt sind sie auch noch.

Freedom Camping am East Cape

Den letzten Abschnitt laufen wir zu Fuß, weil grade Ebbe ist am Strand: Robben gucken, Paua Muscheln und Kegelmuscheln sammeln...

Junge Robbe... Muttern is grade Fische fangen.

Teilweise muss man auch klettern...

Die Insel da hinten ist East Island... eine Insel genau vorm East Cape

Deamon road kill digging its claws into the cold earth... a last breath, a last grasp

Zeichen der Zivilisation... die hier mal war

Wir am Leuchtturm von East Cape... angeblich der östlichste Leuchtturm der Welt... unser östlichstes Bier: Steini... [man beachte das i in der Mitte!] ...Sterni ist von hier ausgesehen absolutes Westbier.... tiiiefster Westen

Und unser Ausblick vom Leuchtturm: East Island... der Berg auf dem wir sind ist auch so ca. 200m hoch... Blick auf den endlosen Pazifik bis da irgendwo hinterm Horizont der Westen anfängt

09 Oktober 2014

Mt Maunganui

[Blauer Marker auf der Karte links]

Alle Welt empfiehlt einem hier mal nach Mt Maunganui zu fahren. Kann man auch echt mal machen. Besonders wenn ein extremstester Sturm über die Halbinsel hinweg fegt. Dann fährt man nämlich direkt an den Berg, ganz am Ende der Halbinsel auf den Campingplatz direkt neben den Hot Pools, baut sein Zelt, bzw. sein Auto auf und chillt sich schön in die Hot Pools. Wegen des krassen Sturms konnten die leider die Pools nicht auf die üblichen 39°C, sondern nur auf 36°C aufheizen... aber war ausreichend um da einige Stunden zu verbringen.  Und natürlich haben sich Tobi und ich ganz brav ans Konsumverbot gehalten sind nicht hin und wieder in den Duschen verschwunden, um uns ein kleines Bierchen zu gönnen...
Am nächsten Tag war dann wunderschönes Wetter. Also waren wir am Strand, Eis essen und auf dem Berg.

So, endlich spielt auch mal das Wetter mit... Strand bei Mt Maunganui

Aussicht aufm Weg nach oben

Hier sieht man einen Teil der Sturmschäden von der Nacht davor als wir in den Hot Pools waren... mindestens 2 gestrandete Boote und eins komplett abgesoffen - da gucke nur noch der Mast raus

Die Halbinsel an deren Ende der Mt Maunganui ist... unten ganz am Anfang sieht man die Hot Pools direkt neben unserm Camping Platz

Hafeneinfahrt auf der anderen Seite des Mt Maunganui

Coromandel

[Grüner Marker auf der Karte links]

So, endlich geht die Reise los. Auto is bis zum Anschlag voll geladen mit 5 Personen, entsprechend Gepäck zum Campen und für mehr-tägige Wandertouren und einem Surfboard oben drauf. Ab geht's nach Coromandel. Die erste Nacht haben wir einfach im Norden der Halbinsel in einem Reservat gepennt. In den Reservaten gib's hier überall sehr einfach gehaltene aber entsprechend billige Campingplätze vom DOC [Umweltschutzbehörde - Department Of Conservation].
Die Naturschutzreservate sind nich nur wegen der Natur extremst geil, sondern so kann ich auch gleich mal meinen Mazda auf Geländetauglichkeit testen - überall nur Gravelroads. Der Nationalpark im Norden von Coromandel is voller riesiger mystischer Bäume die in alle Richtungen wachsen. Und das verregnete Wetter macht das ganze noch gespenstischer.

Dann gehts weiter Richtung Zentrum von Coromandel und wir wagen einen Aufstieg auf den Pinnacle [Felsnadel] inklusive einer Übernachtung in der Pinnacle Hut. Die Pinnacles sind irgendwelche hoch aufragenden Vulkanschlotüberbleibsel. Früher war alles mit riesigen Kauriwäldern bewachsen. Aber weil so'n riesiger Kauribaum eben auch kubikhektarweise Holz enthält wurde der Wald in den 1920ern so mal eben mir nix dir nix abgeholzt, bis dann irgendwann den Kiwis [Neuseeländer - ja Vogel und Frucht heißen auch so, verwechselt hier trotzdem keiner] auffiel: "Ui könnte man ja auch schützen so'n Wald" und jetze versuchen sie da wieder alles aufzuforsten und in 1000 bis 2000 Jahren is dann alles so wie früher. Bis auf die ganzen ausgestorbenen Arten.

Wir da also bei Wind und Wetter hochmarschiert. Wobei wir bei den Wanderungen echt Glück hatten: So wirklich Regen gab's immer nur, kurz bevor wir irgendwo los sind oder nachdem wir ankamen. Auf der Hütte haben wir dann unsere Sachen gelassen und den Endaufstieg auf die Pinnacle gewagt. Erst ein ganz gemütlicher Aufstieg, so mit Stufen und richtigem Weg. Das letzte Stück die Pinnacle hoch war dann doch schon anspruchsvoller. Steckenweise fast senkrecht über Leiter oder Leitersprossen im Gestein bis zu einer kleinen Plattform, ganz oben... also fast ganz oben. Die letzten 3 - 4 Meter zum Gipfel war dann Free-Climbing angesagt. Aber so kurz vorm Gipfel aufgeben geht ja nicht. Ganz oben wurde es dann noch windiger und ich konnte grade noch so einen Blick auf die Täler und die heranrasende Wolkenwand werfen... Bis die anderen oben waren, war auch schon überall Wolke und Regen. Tobi und ich hatten Spaß, die Mädels fanden das eher solala und sind wieder runter auf die Plattform, die im Windschatten lag und deshalb vom waagerechten Regen komplett verschont blieb.

Für das Gipfelbier sind wir dann allerdings doch runter. Während selbiges geleert wurde kamen da immer wieder Kiwis mit Kindern hoch. Das mit den Kindern is hier ganz normal, sobald das Kind laufen kann, bekommt es Outdoorklamotten und einen kleinen Wanderrucksack und muss dann alles mitmachen, was Vaddern und Muddern machen - nix da: "Ahu, auf dem Wanderweg sind keine Absperrungen und jederzeit können Rückwege unpassierbar werden wegen überschwellenden Flüssen. Nicht das klein Malte-Sören was passiert." Wenn so'n Jungspund hier überleben will, muss er halt von selber auf die Idee kommen, dass Klippe-runterfallen schlecht für die Gesundheit ist... Und interessanterweise tun sie das. =)

Naja, auf alle Fälle gucken die Kiwis immer nur kurz ins Grau-in-Grau, relativ unberührt von Windböen und Frontalregen und zogen, dann wieder von dannen, weil die einzigen Wind- und Regengeschützten Plätze von den doofen Touristen besetzt waren. Kaum waren wir mit unserm Gipfelbier fertig und sämtliche Familien schon weider auf dem Abstieg, klarte das Wetter wieder auf. Wir also nochmal kurz hoch auf die Spitze - Blick bis zum Meer ...jaja so schnell kann's gehn in NZ.
Nach'm Abstieg zur Hütte dann noch einen kleinen Abstecher zu einem alten Kauridamm gemacht. Da wurden früher die Fetten Kauristämme aus den Bächen gefischt, die weiter oben nach dem Abhacken in die Bäche reingeschmissen wurden.

Leider sind grade Schulferien, also ganz viele Kiwikinder die bespaßt werden wollen und wie schon erwähnt gehört hier Bergwandern zur guten Erziehung. Die Kinder haben dann mal eben unseren Schlafraum als Spielzimmer und Hüpfburg auserkoren. H-Ö-L-L-E ...niewieder Hütte während Schulferien. Nicht mal den Schlafraum wechseln hätte was gebracht, weil die waren überall.
Dem geneigten Leser mag inzwischen die Frage aufgekommen sein, wieso wir schon schlafen wollten und die Kinder noch so hyperaktiv waren, nach so einem langen Marsch. Und wie meine gewieften Leser schon erahnen mögen, der Unterschied ist nicht Jet-Lag sondern Training: Seit Januar nur im Bürostuhl gesessen versus seit Januar wahrscheinlich fast sämtliche Hütten der Nordinsel erklettert.

Für den Rückweg zum Auto haben wir dann eine andere Route gewählt. Mit ganz am Ende definitiver Flussquerung, wegen Brücke weggespühlt. Und generell sollte sie weitaus matschiger sein. Aber egal, gleichen Weg zurück is öde. War gute Entscheidung, weil nochmal ganz andere Natur - weniger Dschungl, mehr Bergwälder und Wasserfälle die erst fallen und dann wieder zurück geweht werden. Weil Wetter war zwar auf unserer Seite, aber der Wind war immernoch extrem. Gerutsche im Matsch und Flussquerung ham alle super überstanden.

Mystische Bäume in Nordcoromandel

Super Scenic Duper Tramp Walk Hike in Nordcoromandel

...mit entsprechendem Wetter

Regenbogen

Naja, und wenn's abends regnet, denn hockt man halt inner Karre

Da er dieses Bild grade nicht läd, weiß ich nciht was drauf ist.... denkt euch selber n Untertitel und postet ihn unter dem Eintrag... der schönste KOmmentar gewinnt eine Pauamuschel

Troll in a fairy house

Wanderweg hoch zur Pinnacle Hut... standard eben mit Bach und Dschungl

...und Bach als Weg

Tobi in a fairy... naja, auf alle Fälle liegen da noch einige Überbleibsel aus der Kaurizeit rum... fette Teile

wir alle

Auf dem Weg zur Pinnacle



Die letzten Höhenmeter vor dem Gipfel

So'n bisschen wie Sächsische Schweiz

Der Gipfel

...und die Aussicht als ich da alleine oben saß, bevor die Regenwand ankam

Sonnis Kommentar dazu dass ich sie dazu gebracht habe da hoch zu klettern

Die Aussicht als dann endlich alle andern oben waren



...und dann nach dem Gipfelbier


Der Pazifik

Kauridamm

Betten in der Hütte

Rückmarsch von der Hütte am nächsten Tag

Tja, man kann jetzt nciht genau sagen, ob Tobi Sonni ins Wasser stößt oder doch mal nett ist =)

01 Oktober 2014

So, los geht's...

Hallo Antipoden,

so etwas mehr als eine Woche is rum... viel rumgegammelt, hier und da Leute getroffen, noch mehr rumgegammelt, ein bisschen Reisen geplant, wirklich enorm viel rumgegammelt, ein Auto gekauft, soviel rumgegammelt bis es echt langweilig wurde und deshalb beschlossen morgen los zu Reisen.

Tobi, Lara und Fortunate kommen auch mit. Wir fahren dann erstmal Richtung Coromandel [Halbinsel an der Nordküste] und dann weiter zur Ostküste... Im Auto sollte es aber trotzdem nicht eng werden, weil es ist sogar ein 7-Sitzer. Da wurden einfach noch 2 Gurte in den Kofferraum gebaut und Zack ist der Kombi fast ein Van. Auto is super und hat irgendwas um die 1500Euro gekostet. Das ganze Preis-runter-handeln hat netterweise der Verkäufer selbst übernommen. Aber auch der Typ vom WoF [TÜV] meinte, dass das Auto super is und der Preis dafür auch echt gut. Mazda Capella, wen's interessiet.

Gestern abend waren wir noch in Auckland bei der Feuernacht: Ein paar Hippies und Freaks schleppen ein Soundsystem, einen Eimer Benzin und haufenweise Feuerpois, Feuerstöcke, Feuersensen, Feuerspringseile, Feuerfächer und etwas Feuerwerk in einen Park und machen eine richtig geile Feuershow... So in etwa wie ein unangemeldetes Openair nur mit ganz viel Feuer. Kann man nur empfehlen.

So,und dann ab demnächst hoffentlich auch Reisefotos

Hier waren wir Sonntag auf dem Mt Eden - ein Berg in Auckland. Hier sieht man sehr schön, das Auckland auf Vulkanen gebaut ist... überall erloschene Krater

...von denen man teilweise aber eine echt schöne Aussicht hat

Brumm brumm brummbidum