Schon gleich am Anfang wurde ich von jemand angesprochen, der Touren macht. Ich hatte nicht ganz verstanden, ob das nun so'n Touri-Ding wird, aber zwecks Ermangelung an Alternativen und meiner geplanten Rückfahrt nach Fianar für den nächsten Tag, habe ich das dann angenommen. Während ich noch gemütlich meinen zweiten Kaffe ausgeschlürft habe, hat er noch einen englischen Guide organisiert.
Das is das Stadtzentrum von Manakara...
hier eine der wenigen asphaltierten Straszen =)
Mora mora [kein Stress] - der Guide kam dann auch irgendwann und dann sind wir los Richtung Kanal. Coolio, ich war der einzige - ergo doch kein Touri-Ding [also klar, schon Touri, aber eben keine andern Weiszbrote =) ]... Um zum Boot zu kommen, mussten wir erstmal durch ein kleines, ursprüngliches Fischerdorf. [Fotos ganz unten] Das wird jedes mal während der Zyklonsaison verlassen und die Leute gehen dann in die Stadt, weil der Kanal ewig weit über die Ufer steigt ... und wenn das Wasser wieder weg is, wird's wieda neu aufgebaut. Auch cool mal das zu sehn, weil ich wäre da ja nie alleine hingelatscht, man einfach so aus der Stadt raus und in irgendso'n abgelegenes Dorf [also nicht weil es gefährlich is oder so, aber ich hätte nie erwartet, dass da noch irgendwas spannendes kommt]
...neulich im Kanal [Gustav]
Meine Mannschaft bestand dann aus 2 Ruderern,
meinem malagassischen Guide,
meinem englischen Guide
und meiner Wenigkeit.
Kein schlechter Service =)
Dann ging's los den Kanal runter...
...erstmal zum chinesischen Friedhof.
Es gibt da eine relativ grosze chinesische Gemeinde
in Manakara und die ham sich dann einfach
mal ihren Friedhof direkt annen Indischen Ozean gebaut.
Hier möchte man doch mal verscharrt werden,
wenn's soweit ist.
Hier noch ein Fischerdorf.
Die wohnen etwas höher und bleiben daher das
ganze Jahr... und ham eigentlich auch schon Steinhäuser
für sich entdeckt, aber mein Guide war ehrlich
genug zu erwähnen, dass die Touris, das
aber so ham woll wie's is =)
[Randnotiz: Aber irgendwie war ich auch das einzige Weiszbrot da]
Hier sind die beiden Ruderer, während sie das Essen für mich vorbereiten. Vorher bin ich mit dem englischen Guide noch am Indischen Ozean rumgelaufen [das Dorf liegt zwar auf der Kanalseite ist aber auch nur 100m vom Ozean entfernt] und lecker Litschis als Vorspeise gefuttert.
Mein Ausblick beim Essen in die eine Richtung...
...und [oben] mein Anblick beim Essen in die andere Richtung. Schön im Schatten der Palmen, auf einer Bastmatte mit einem groszen Topf voll Reis, einer groszen Schüssel Salat, lecker Salsa, einem Teller mit drei gegrillten Fischen, Baguette, einem Teller voll gekochter, extremst lecker angemachter Fischhälfen [nicht auf dem Foto] und einer kompletten Ananas [nicht auf dem Bild] .... ... und alles für mich alleine .... öhm - Whut? Meine Mannschaft meint ich solle denn man schön reinhaun und ziehn sich auf ihre Bastmatte [wo sie gekocht ham] zurück und essen da Reis mit irgendwas... Ich werfe einen Blick auf mein Festmahl und schätze meine Magengrösze ab... okay, also lade ich sie nochmal explizit ein, mit mir zu essen. Punkt eins is meins viel leckerer und Punkt zwei viel zu viel [mal abgesehn davon, dass sie es ja auch gekocht haben und ich es auch doof finde da alleine zu essen] - Nix zu machn, "Nö nö, iss du ma, des is deins, wir bleiben hier." Oh-kaay ... nagut; andere Länder andre Sitten. Das mach ich das nächste Mal beim WG-Kochen auch, wenn Besuch da is: Essen machen und dann mit trocken Brot und meinen Mit-WGlern in mein Zimmer gehn und den Besuch inner Küche lassen *HAHA*
Naja, um mich rum liefen glückliche Freilandhühner. Ich genoss das Essen. Und als ich fertig war, wurde dann abgeräumt und der Rest an die schon in gebührendem Abstand wartenden Dorfkinder verteilt - Na immerhin!
Planschende Kinder im Kanal
Das mit dem Dach is mein Boot
Das 3. Fischerdorf
Mit der von mehreren Zyklonen zerstörten Schule...
die Kinder müssen jetzt halt jeden Tag die 5km nach
Manakara hin und zurück laufen
Carnivore plant
...waiting for revenge...
...but so far no vegetarian came along *hnhn*
Dieses unspëktërkulëre Ding ist Vanille...
also nicht das unspëktërkulëre mit dem Stamm,
sondern das noch viel unspëktërkulërërë Ding,
was den Stamm hochrankt.
Vanilleblüten und -schoten gib's leider nur
im Juli und August, also kann ich da
1000mal an der Vanilleküste sein
- da riecht nichts nach Vanille *hmpf*
Hier werden irgendwelche speziellen Öle und sonstwas destilliert
Und das ist...
joa, das weisz ich auch nicht,
wird teileweise riesengrosz und man kann's essen
bisher noch nicht probiert...
Ye better dun't mess with a cyclone,
my ol' friend, ye better dun't...
Links das is übrigens der Baum des Reisenden
- das Symbol Madagaskars
Reuse, Reuse, Seemann Reuse...
Krebsreusen
überall Zebus, am Ozean, am Kanal,
auf den Straszen, in den Dörfen und Städten,
auf meinem Teller, auf den Geldscheinen,
überall Zebus
Das hier is nochmal das erste Fischerdorf,
was jedes Jahr vom Zyklon abgerissen wird
Und unten eine Spinne...
die Dinger sind das gröszte was ich jemals
in freier Wildbahn gesehen habe,
[also die könnte man nicht mehr, wie damals
das Exemplar in meiner Dusche in Mindo, Ecuador,
einfach mit einer aufgeschnittenen 1.5l-Plasteflasche
fangen, weil man würde ihr unweigerlich
meherere Beine einklemmen,
selbst wenn sie nicht versucht wegzulaufen]
...der Vorteil: ich hab sie bisher nur weit, weit oben
in Straszenlaternen und Stromleitungen gesehen


























































